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Hoyerswerda

Wo Wünsche wahr werden sollen

Ein Wunschbaum und ein Wunschbriefkasten stehen vor dem Großen Haus des Cottbuser Staatstheaters.

Prüfender Blick in den Wunschbriefkasten vor dem Staatstheater Cottbus – noch ist Platz für neue Wünsche am farbig-leuchtenden „Wunschbaum.
Prüfender Blick in den Wunschbriefkasten vor dem Staatstheater Cottbus – noch ist Platz für neue Wünsche am farbig-leuchtenden „Wunschbaum. © Foto: Staatstheater/Lia Roschlaub

Von Beowulf Kayser

Cottbus. „Ich wünsche mir, dass Corona verschwindet“ oder „Ich wünsche mir Frieden und ein Aufwachen der Menschheit“. Auch, dass die Menschen bei Problemen nicht wegschauen und jeder einzelne anfängt, zu handeln, wird gewünscht. Ein Studium an einer staatlichen Musikschule, ein Schokoladeneis und Liebe anstelle von Hass gehören zu den oft geäußerten Wünschen. Dutzende der ganz persönlich gehaltenen Wunschzettel flattern sei ein paar Tagen an einem bunten „Wunschbaum“ vor dem Großen Haus des Staatstheaters Cottbus am Schillerplatz. Das ist aber noch nicht alles, was sich die durch Corona gebeutelten Theaterleute haben einfallen lassen. „Auch ein großer gelber Wunschbriefkasten wartet darauf, von kleinen und großen Cottbuserinnen und Cottbusern befüllt zu werden“, teilte das Vierspartentheater mit. Gerade in diesen unwägbaren Zeiten, wo der direkte Kontakt zwischen Bühne und Publikum nicht möglich ist, will das Haus die Kommunikation mit der Öffentlichkeit nicht abreißen lassen.

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Der „Wunschbaum“ eröffnet dafür einen neuen Weg und schafft Raum für Fantasie und Kreativität. Das Theater lädt alle dazu ein, ihren Wunsch ins Universum zu senden, auch wenn es die Wünsche nicht erfüllen kann. Schon alleine mit dem Formulieren und Aufschreiben des Wunsches sei bereits ein erster Schritt zu dessen Erfüllung getan. Dabei ist es doch ein ziemlich leichter Wunsch, mit offeneren Augen durch die Welt zu gehen oder, dass wir alles und jeden so behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten.

Noch bis Ostern können ganz persönlichen Wünsche, kurz und knapp aufgeschrieben in den markanten „Gelben“ am Großen Haus eingeworfen werden. Eine Absender-Adresse ist zwar nicht gefordert. Wer aber nicht anonym bleiben will, kann das gerne tun. Nach Ostern soll es ein abschließendes Resümee der Aktion geben, kündigte das Staatstheater an. Vielleicht gibt es bis dahin auch einen Lichtblick, wie es nach den fünf erfolgreichen Premieren im Vorjahr, der intensiven Probenzeit für die neuen Stücke bis Dezember 2020 und den jetzt aber zur Kurzarbeit verdammten Theaterleuten weitergeht.

Ein normaler Spielbetrieb wird bis zum Sommer wahrscheinlich nicht möglich sein, prophezeite der neue Cottbuser Intendant und Operndirektor Stephan Märki. Trotzdem sollen den Menschen Angebote gemacht werden, vielleicht mit Open-Air-Veranstaltungen vor dem Haus. „Wunschbaum“ und gelber Wunschbriefkasten sind da bereits erste positive Signale.

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