Hoyerswerda
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Wünsche für 2023

TAGEBLATT sprach mit einigen Menschen über das vergangene Jahr und das, was jetzt beginnt, und bekam individuelle Antworten.

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Karsten Schreck und Steffen Gnauck
Karsten Schreck und Steffen Gnauck © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. In der Lausitzhalle, im Lausitzbad und in der Kulturfabrik haben Hoyerswerdaer und ihre Gäste zu Silvester das alte Jahr in Partygemeinschaft verabschiedet und 2023 schwungvoll begrüßt. Jeder kann zu diesem Anlass andere Geschichten erzählen, die die Bandbreite des Lebens abbilden.

Heidi Raschinski feiert mit ihrem Mann in der KuFa, um dort Freunde zu treffen und ihren Sohn als DJ zu erleben. 2022 war für das Rentnerehepaar „ein ruhiges Jahr ohne Überraschungen“. Sie freuen sich, dass ihre Kinder Arbeit haben und die Enkel studieren. Alle sind gesund und das soll auch so bleiben, sagt Heidi Raschinski. Sie geht gern in den Malkurs der Kufa und nähert sich Hoyerswerda auf künstlerische Weise. Die Stadt nennt sie längst Heimat, weil sie und ihr Mann seit 50 Jahren hier leben. Frieden auch in 2023 wünscht sich die 78-Jährige, denn er ist das Wichtigste.

Heidi Raschinski
Heidi Raschinski © Foto: Katrin Demczenko

Für Karsten Schreck und Steffen Gnauck, die mit ihren Frauen in der Kufa feiern, hat Bewegung einen hohen Stellenwert. Steffen Gnauck und seine Partnerin gehen oft wandern und nehmen im Flachland oder im Gebirge auch längere Strecken in Angriff. Im März 2022 haben sie einen Mega-Marsch rund um Dresden gemacht, um ihre persönlichen Grenzen auszutesten. Wer 50 Kilometer in 12 Stunden bewältigt, schafft auch eine geführte Alpenüberquerung, waren sich die beiden sicher. Im Sommer haben sie diesen tollen Urlaub erlebt und dabei auch einen Gletscher gesehen, der in den vergangenen Jahren sehr geschrumpft ist, erzählt der 59-Jährige. Aufgrund entstehender Hohlräume war eine Wanderung auf dem Eis für die Gruppe leider zu gefährlich. 2023 will Steffen Gnauck mit seiner Partnerin die Naturschönheiten der Azoren entdecken. Ihm liegt der Erhalt der Umwelt am Herzen und deshalb wünscht er sich mehr Anstrengungen der Politik und der Menschen in dieser Richtung.

Karsten Schreck hat in Hoyerswerda eine Joggingstrecke, die er regelmäßig absolviert. Auch am Silvestertag war er laufen und will das im neuen Jahr weiterhin tun, um seine Fitness zu erhalten. Als Rentner habe er dafür ausreichend Zeit, findet der 66-Jährige. Doch er geht auch gern zum Fußball und freut sich über seinen Lieblingsverein RB Leipzig, der 2022 den DFB-Pokal gewonnen hat. Zu den Krisen der Gegenwart sagen die Freunde: Der Krieg gegen die Ukraine muss schnellstens enden und die Lebenshaltungskosten sollen sich normalisieren. Diese großen Aufgaben haben die Politiker zu lösen.

Maik Pillokat
Maik Pillokat © Foto: Katrin Demczenko

Der Hoyerswerdaer Maik Pillokat geht mit der Bundesregierung noch härter ins Gericht, denn er sagt: „Die haben das normale Volk nicht mehr im Blick.“ Die steigenden Lebensmittel-, Strom- und Benzinkosten zwingen ihn, neu zu rechnen. Als nebenberuflich tätiger Veranstaltungstechniker hatte er 2022 durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie weniger Aufträge. Er hofft, dass das im neuen Jahr wieder besser wird. Maik Pillokat findet auch, Asylbewerber sollen nicht weiter in Heimen leben. Das stört den sozialen Frieden in Hoyerswerda und außerdem seien diese Menschen in Wohnungen leichter in die Gesellschaft zu integrieren.