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Vielfalt, Demokratie und Weltoffenheit

Die „Initiative Zivilcourage Hoyerswerda“ organisiert den/die „Tag und Nacht für Toleranz“ am 14. April

© Logo: Internet

Hoyerswerda. Nach dem corona-bedingten Ausfall im vorigen Jahr soll die Aktion „Tag und Nacht für Toleranz“ 2021 in Hoyerswerda wieder stattfinden. „Wir planen ganztags am 14. April. Es ist der neunte solche Aktionstag“, teilt Mitorganisatorin Cindy Paulick, Leiterin für politisch-historische Projekte bei der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Demokratie und Lebensperspektiven e. V. (RAA Hoyerswerda / Ostsachsen) mit. Organisator ist die Initiative Zivilcourage Hoyerswerda.

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Engagierte und regelmäßige Partner sind die Schulen, die Evangelische Kirchengemeinde Hoyerswerda-Neustadt, das Bürgerbündnis „Hoyerswerda hilft mit Herz“, die Volkshochschule Hoyerswerda, die RAA mit ihren Projekten, die KulturFabrik Hoyerswerda, der CVJM, der Erlebnishof Krabatmühle Schwarzkollm, der Verband der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und der Verein „immigrants network Hoyerswerda“. „Wir wollen zeigen, wie vielfältig Hoyerswerda ist; wollen ein deutliches Signal für Demokratie, Toleranz und Vielfalt setzen“, unterstreicht Cindy Paulick. „Zahlreiche Aktionen vor Ort sollen die lokale und regionale Wahrnehmung des Themas verstärken. Sie sollen Ausdruck eines starken zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung sowie für Weltoffenheit sein.“

Die Corona-Pandemie stellt die Organisatoren vor Herausforderungen. Zu planen sind Veranstaltungen, die unter aktuellen Umständen auch durchführbar sind. „Das heißt: keine großen Menschenansammlungen; gegebenenfalls digitale Ersatz-Formate“, erläutert die Mitorganisatorin. In der Beratung der Initiative Zivilcourage am 11. Januar ging es jetzt um erste Inhalte für „Tag und Nacht für Toleranz 2021“. Wenn die Kulturschule der KulturFabrik und des Lessing-Gymnasiums wieder öffnen darf, wird die Veranstaltung „Asyl in Buntanien“ stattfinden. Die Volkshochschule plant je nach Möglichkeit einen Argumentationskurs für Ehrenamtliche und einen syrischen Kochkurs.

Hilfe über Mikroprojektefonds

Höchst aktuell ist die Aktion: Gilt es doch, das Demokratieverständnis bei Jugendlichen und Erwachsenen zu festigen und auszubauen. Dafür arbeitet unter anderem die RAA mit vielen Partnern zusammen. Sensibilisieren soll der Aktionstag ebenfalls für den Umgang mit anderen Kulturen und Religionen. „Die Förderung des demokratischen Denkens und Handelns, die Achtung der Menschenwürde und die Minimierung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind in jedem Jahr unsere Maxime“, verdeutlicht Cindy Paulick.

Jeder Mitveranstalter kümmert sich eigenständig um die Finanzierung seines Projekts. Die RAA unterstützt bei Antragstellungen. Die Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit (für Druck und Layout von Flyern) werden vorwiegend über den sogenannten Mikroprojektefonds, der Projekte für Demokratie, Toleranz und gegen Rechtsextremismus im Landkreis Bautzen bezuschusst, finanziert.

Die diesjährige Aktion „Tag und Nacht für Toleranz“ am 14. April steht für ein starkes Miteinander. Und das bei Sport, Spiel, Tanz und Gesprächen. „Jede noch so kleine Aktion ist wichtig und setzt ein Zeichen“, bekräftigt die Mitorganisatorin.

Ursprung der Aktion war im Jahr 2013. „Wir für Demokratie – Tag und Nacht für Toleranz“ lautete damals der Titel einer bundesweiten Initiative. Mehrere Bundesministerien riefen zu diesem Aktionstag auf. Von über 800 deutschlandweiten Aktionen fanden 15 in Hoyerswerda statt. So vielfältig wie das Motto war damals bereits das Spektrum der Veranstaltungen in der Stadt. Es reichte vom Tanztheater über ein internationales Volleyball-Turnier bis hin zu den Filmvorführungen und Gesprächsrunden. Die Resonanz war sehr stark. Seit 2013 fanden an jenem Aktionstag im April jährlich zwischen acht bis 15 Veranstaltungen in Hoyerswerda statt. Sie verzeichneten stets sehr viele Teilnehmer. „Diese Kontinuität ist für eine Stadt im ländlichen Raum einmalig“, sagt Cindy Paulick und fügt hinzu: „Natürlich wurde in den letzten Jahren verstärkt auf die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund Wert gelegt. Zugleich ist die Einbindung der sorbischen Minderheit obligatorisch.“

Kinder aus aller Welt zu Gast

Das soll auch in diesem Jahr wieder so sein. Die Erfahrungen damit sind gut, verweist Cindy Paulick unter anderem auf die Awo-Kindertagesstätte „Lutki-Haus“ in Zeißig. „In den vergangenen Jahren (2018 und eher) hat sich die Kita mit Aktionen eingebracht“, unterstreicht sie. „Das lief immer über Familie Dora und Wolfram Gebauer. «Kinder aus aller Welt zu Gast im Lutki-Haus» hieß das Format. Dort haben Kinder verschiedener Nationen einen Vormittag lang zusammen getanzt, gesungen und gespielt.“

Informationen zu „Tag und Nacht für Toleranz 2021“ und Details zur Anmeldung finden sich auf www.zivilcourage-hoy.de

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