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Hoyerswerda
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Zeißig holt einen wertvollen Punkt

Sportveranstaltungen vom Wochenende

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© Foto: Werner Müller

Fußball Landesklasse Ost

SV Zeißig 1 (0)
VfB Zittau 1 (0)

Remis für Zeißig (in Grün)! Enrico Neumann (52.) für die Gäste und Elias Zink (77.) für die Platzherren erzielten die Tore auf dem ungewohnten Geläuf des Hoyerswerdaer Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportplatzes (der Zeißiger Rasen ist noch nicht bespiel-fähig). Vor 40 Zuschauern war Zittau anfangs offensiver, lief sich zwar immer wieder in der guten Zeißiger Deckung fest, ging aber dann doch in Führung. Danach raffte sich der SV Zeißig auch in der Offensive auf und kam zum Ausgleich. „Beiden Truppen hat man angemerkt, dass einige Akteure gefehlt haben“, so Zeißigs Trainer Falk Weichert, der auf sechs Stammkräfte (Corona) hatte verzichten müssen. Egal: „Punkt mitnehmen und kommende Woche im Derby (Sa, 26. März, 15 Uhr Heimspiel gegen Königswartha, d. Red.) mit der gleichen Einstellung und Leidenschaft agieren.“ (Werner Müller)

Handball-Sachsenliga Männer: LHV holt „Wahnsinns-Punkt“ beim Favoriten Weinböhla.

HSV Weinböhla 29 (11)
LHV Hoyerswerda 29 (13)

Unterschiedlicher können Gefühlswelten kaum sein: Bei der vorletzten Auszeit der Weinböhlaer sah man einen sehr lauten LHV-Coach Conni Böhme, während man ihn ein paar Minuten später, zehn Sekunden vor Schluss, ganz ruhig auf seine Männer einreden sah. In der Zwischenzeit nahm das Spiel für die Zuschauer einen unglaublichen Verlauf, und fast wäre sogar noch das i-Tüpfelchen des Hoyerswerdaer Siegtreffers gelungen. Aber der Reihe nach.

Die LHV-Männer reisten als Außenseiter zum Tabellenzweiten nach Weinböhla. Die Heim-Sieben hatte sich vor der Saison bei vielen Mannschaften bedient und eine sehr schlagfertige Truppe zusammen gestellt. Mit René Boese spielt dazu ein ehemaliger Bundesliga-Akteur in ihren Reihen und bringt dort seine ganze Erfahrung ein. Diese haben die LHVer noch nicht, dafür eine jugendliche Unbekümmertheit – und die bekamen die Weinböhlaer auch von Anfang an zu spüren.

„Es waren von der taktischen Disziplin und der Umsetzung der besprochenen Abläufe wohl unsere besten 20 Minuten der Saison“, fasste LHV-Trainer Conni Böhme die Anfangsphase zusammen. Und es war wirklich beeindruckend, mit welcher Ruhe und auch Kaltschnäuzigkeit die Hoyerswerdaer ihre Angriffe ausspielten. Immer wieder gelang es, die Rückraum-Shooter Tim Baugstatt und Dario Feuerriegel in Wurfposition zu bringen, die ihre Würfe präzise verwandelten, oder Spielmacher Nils Nitzsche kam mit verdeckten Würfen oder Durchbrüchen zum Erfolg.

Die große und robuste Abwehr der Weinböhlaer konnte dem lange Zeit einfach nichts Effektives entgegensetzen, so dass die Lausitzer mit vier Treffern in Führung gehen konnten. Bis zum Seitenwechsel schmolz der Vorsprung zwar auf 11:13, war aber dennoch absolut verdient.

Mit dem Wiederanpfiff sah man jedoch, dass sich die Heim-Sieben nun einiges vorgenommen hatte: Wollte sie doch nach der überraschenden Niederlage in Zwönitz nicht schon wieder verlieren. Die LHV-Männer machten nun einige Fehler in Angriff und Abwehr und die erfahrene Truppe der Rand-Dresdner nutzte dies eiskalt aus und konnte ihre Führung bis auf fünf Treffer vorweg ausbauen. In der Halle schienen die Weinböhlaer Fans schon den Sieg zu feiern, denn fünf Minuten vor Spielende stand ein 27:22 für Weinböhla auf der Tafel. Aber nur die LHV-Fans wussten, was für eine Moral in ihrem Team steckt und feuerten die Männer weiter lautstark an.

Die LHV-Bank setzte nun alles auf eine Karte und spielte eine total offensive Abwehr. Innerhalb von fünf Spielminuten war der Rückstand egalisiert; der letzte Wurfversuch der Gastgeber konnte zehn Sekunden vor Ende entschärft werden; es folgte die bereits angesprochene letzte Auszeit der Zuse-Städter. Und es hätte fast geklappt, noch den Siegtreffer zu erzielen; leider war das letzte Kempa-Zuspiel (Wurf im Flug aus der Direktannahme heraus) aber nicht präzise genug. Feiern konnten die LHV-Männer trotzdem – bewiesen sie doch eine Wahnsinns-Moral und holten noch einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt beim Tabellenzweiten.

Am nächsten Sonnabend, dem 26. März, kommt es um 17.30 Uhr im Hoyerswerdaer BSZ an der Käthe-Kollwitz-Straße 5 zum verlegten Spiel gegen den HSV Dresden – und der hatte am Wochenende die zweite Überraschung des Spieltages vollbracht: mit dem Sieg gegen den souveränen Tabellenführer Zwickau. (LHV)

LHV Hoyerswerda: Robert Conrad, Niclas Schäfer – Nils Nitzsche (3), Dario Feuerriegel (7), Nico Köppner, Tobias Sieber (1), Stan Altmann, Tony Jäschke (1), Ben Krahl (2), Fabian Knofe (6/1), Ben Nitzsche, Tom Baugstatt, Gary Biele (1), Tim Baugstatt (8) // Trainer/Betreuer: Conni Böhme, Torsten Tschierske, Christian Bartoszek

Volleyball-Bezirksliga Damen: Pflichtsieg, altes Leidenund eine Abschiedsvorstellung.

Am letzten regulären Saisonspieltag (es steht noch ein Nachholespiel gegen Kunnersdorf an) ging es für die jungen Damen der Volleyballfreunde Blau-Weiß Hoyerswerda in der Volleyball-Bezirksliga um mindestens einen Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten Räckelwitz II.

VfBW Hoyerswerda 3 (20/25/25/25)
Viktoria Räckelwitz II 1 (25/19/23/17)

Nach Startschwierigkeiten konnten sie das Spiel am Ende mit 3:1 für sich entscheiden, obwohl immer noch viele eigene Fehler das Spiel der Hausherrinnen prägten.

VfBW Hoyerswerda 1 (17/10/25/21)
Viktoria Räckelwitz 3 (25/25/23/25)

Im zweiten Match gegen den Tabellenführer Räckelwitz I, der mit einem „B-Sechser antrat“, war es dann deutlich schwerer, und die Kräfte ließen merklich nach. Nach zwei schwachen Anfangssätzen und einem Zuspielerwechsel konnte Satz 3 gewonnen werden. Im vierten Abschnitt roch es sogar nach dem Ausgleich, aber unkonzentriert und leichtfertig ging das Spiel doch noch verloren. Am Einsatzwillen hat es nicht gelegen, das Team ist aber nach wie vor nicht in der Lage, seine Nerven unter Kontrolle zu haben und mit viel Volleyballverständnis die Fehlerquote zu minimieren. Diagonalangreiferin Merle Mierzwa absolvierte mit solider Leistung, besonders im ersten Spiel, ihre letzten Auftritte für Blau-Weiß, ehe sie im Sommer den Verein verlässt.

VfBW Hoyerswerda: Joline Haufe, Kim Fuhrmann, Lilly Bothe, Ameli Ringmann, Josefin Bittner, Fanny Hassemeier, Merle Mierzwa, Kira Adamowicz

P.S.: Die Kaupa-Neuwiese-Herren mussten sich in der Bezirksliga der Herren beim MSV Bautzen 04 nach fast anderthalb Stunden und einem spannenden Match mit 1:3 (-25, 19, -19, -23) geschlagen geben und sind nun Tabellenzweiter. (Rele)