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Zoo hofft auf staatliche Hilfe

Einnahmeausfälle einerseits, private Spenden andererseits – und ein spezielles Angebot für Weihnachten

Pro Jahr gibt der Zoo Hoyerswerda rund 8-10.000 Euro für die Baumpflege aus, um Verletzungen und Sachschäden durch herunterfallende Äste zu vermeiden. Derzeit ist der Baumdienst Knorre im Gelände aktiv.
Pro Jahr gibt der Zoo Hoyerswerda rund 8-10.000 Euro für die Baumpflege aus, um Verletzungen und Sachschäden durch herunterfallende Äste zu vermeiden. Derzeit ist der Baumdienst Knorre im Gelände aktiv. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Der Aufruf des Hoyerswerdaer Zoos, statt in diesem Jahr das Geld für Böller auszugeben, es doch lieber dem Zoo zu schenken, ist auf offene Ohren gestoßen. Waren es Anfang der Woche noch 44 Spender, die insgesamt 1.830 Euro überwiesen hatten, konnte Zoo-Sprecherin Stefanie Jürß am Donnerstag bereits 74 Spender und 3.665 Euro vermelden.

Die meisten geben einen zweistelligen Betrag, einige überweisen deutlich mehr. Es ist wohl so, dass dieses Geld so gar nicht für Böller vorgesehen war. Aber der Zoo ist den Hoyerswerdaern und anderen Besuchern eben wichtig. Seit Anfang November gibt es keine Einnahmen mehr. Zoo-Chef Eugène Bruins nennt für November und Dezember 2019 Einnahmen von 63.000 Euro aus Eintritt, Shop-Erlösen und dem Umsatz im Zoorestaurant. Dabei hatte man beim ersten Lockdown bereits Einnahmeverluste in Höhe von rund 100.000 Euro zu verkraften.

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Im Frühjahr hatten sich viele Zoos, darunter der von Hoyerswerda mit einem Schreiben gemeinsam an die Bundes- und die jeweilige Landespolitik gewandt, um Unterstützung gebeten. Doch da habe es laut Bruins bis heute noch keine richtige Antwort gegeben. Ende Oktober hatte man sich an den sächsischen Ministerpräsidenten gewandt, um den Lockdown von den Zoos abzuwenden. Vergeblich. Am 11. November wandten sich die Zoos wiederum an die Bundespolitik, in der Hoffnung, dass Überbrückungshilfen auch an die Zoos ausgezahlt werden. Hier steht die Antwort noch aus. Eugène Bruins hofft auf Gelder. Der Sommer an sich sei zwar gut gelaufen, aber es hätte mit der neuen Leopardenanlage, dem Leopardennachwuchs und der neuen Pinguinanlage ein herausragendes Jahr werden können.

Das Zoorestaurant Sambesi kann aufgrund seiner Lage auch keinen Abholservice bieten. Bis auf Weihnachten, da bietet man an, den Festtagsbraten fertig zubereitet zu liefern. Wer bis zum 14. Dezember bestellt, der kann am 23. Dezember zwischen 14 und 18 Uhr den Braten entweder selbst abholen oder nach Absprache sich eben auch tatsächlich nach Hause liefern lassen. Zur Wahl stehen Entenbrust, Keule von der Gans oder für mehrere Gäste gleich eine komplette zubereitete Gans – mit oder ohne Beilagen.

Kontakt Sambesi: Mail [email protected] oder Tel. 0177-5470860
Spende Zoo: Unterstützen kann man den Zoo Hoyerswerda durch Online-Spenden über die Website (www.kulturzoo-hy.de) unter der Telefonnummer 03571 20937700 oder [email protected]

Die Kastanie an der ehemaligen Kamelanlage (kl. Bild) war bereits im Inneren hohl. Diese Holzstücke kann man wiederum in einigen Gehegen gut gebrauchen.
Die Kastanie an der ehemaligen Kamelanlage (kl. Bild) war bereits im Inneren hohl. Diese Holzstücke kann man wiederum in einigen Gehegen gut gebrauchen. © Foto: Uwe Schulz

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