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Hoyerswerda

Zoo: Spende gegen Samenmischung

Bienenschützer und Hoffnungssäer gesucht.

Zoodirektor Eugène Bruins mit Samentüten
Zoodirektor Eugène Bruins mit Samentüten © Foto: Zoo Hoyerswerda

Hoyerswerda. Der Zoo Hoyerswerda sucht Bienenschützer und Hoffnungssäer. Ab sofort erhalten Spender als Dank eine kleine Samentüte, die mit einer speziellen „Zoo-Samenmischung“ gefüllt ist. Das teilt die Einrichtung der Zoo, Kultur und Bildung gGmbH mit. Diese Samenmischung wurde nach den Bedürfnissen von Wildbienen und heimischer Insektenarten vom Zoologischen Leiter des Zoos und Entomologen, Eugène Bruins, zusammengestellt.

Die Samenmischung ist laut Zoo geeignet für eine Fläche von 2-3.5 Quadratmeter. Ausgesät werden kann diese im heimischen Garten oder im Zoo auf der Schmetterlingswiese oder entlang des Zaunes am Zooparkplatz. Die dafür vorgesehenen Stellen sind mit einem Schild kenntlich gemacht. „Durch Kultivierung und eintönige Landschaften fehlen vielen Tieren Lebensraum und Nahrungsangebot. Die menschgemachte Insekten-Ödnis führt zum Artensterben in der Tier- und Pflanzenwelt. Die kleinsten unter den Lebewesen: die Insekten, werden dabei schnell übersehen. Doch sind sie meist ganz am Anfang einer Nahrungskette, fungieren als ökologische Schädlingsbekämpfer, sind Nahrungslieferant und als Bestäuber unglaublich wichtig für andere Arten“, sagt Entomologe Eugène Bruins auf.

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Durch die anhaltende Schließung brechen dem Zoo weithin sämtliche Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Merchandising und Gastronomie weg. Gleichzeitig bleiben die Ausgaben für die Versorgung der Tiere, Tierarztkosten und natürlich die Personalkosten für die Tierpflege unverändert bestehen. „An den Haltungsbedingungen für die Tiere in unserer Obhut können und wollen wir nicht sparen“, informiert ZooKultur-Geschäftsführer Arthur Kusber.

Bleibt der Zoo noch bis Ende Februar geschlossen, belaufen sich die Einnahmeausfälle (Eintrittsgelder, Zooshop und Gastronomie) seit November auf 133.600 Euro. Jeder weitere Monat der Schließung bringt höhere Verluste. „Allein der März würde uns, basierend auf den 2019-er Zahlen, weitere 52.000 Euro Einnahmen kosten“, weist Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH (ZooKultur) auf die derzeitigen Lage hin. „Wird die Schließung noch lange über den Zoo-Saisonbeginn hinaus aufrechterhalten, wird es kritisch“, informiert er weiter.

Unterstützen kann man den Zoo Hoyerswerda durch Online-Spenden direkt über die Website (www.kulturzoo-hy.de). Für Fragen steht das Zoo-Teamunter der Tel. 03571 937-700 oder [email protected] zur Verfügung. (red/US)

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