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Zukunft für die Wälder der Lausitz

Der Wald hat die Schlüsselrolle beim Klimawandel inne.

Treff in Reuthen zur Zukunft der Wälder. Eingeladen hatte Dr- Klau-Peter Schulze (2.v.r.); Gastgeber war Sebastian Freiherr von Rotenhan (2.v.l.).
Treff in Reuthen zur Zukunft der Wälder. Eingeladen hatte Dr- Klau-Peter Schulze (2.v.r.); Gastgeber war Sebastian Freiherr von Rotenhan (2.v.l.). © Foto: Jost Schmidtchen

Von Jost Schmidtchen

Reuthen. Zu einer Wahlveranstaltung zum Thema „Wald und Klimawandel“ hatte Dr. Klaus-Peter Schulze (MdB -CDU-) in den Park von Reuthen eingeladen. Dabei ging es darum, welche Rolle den hiesigen Kiefernwäldern beim Klimawandel zukommt. Mit von der Partie: hochrangige Vertreter der deutschen Wald- und Forstwirtschaft; unter ihnen Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e. V.; Kajus Cäsar, Waldbeauftragter der Bundesregierung, und Uwe Feiler, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

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Gastgeber Sebastian Freiherr von Rotenhan sagte in seiner Begrüßung, dass er sich freue, heute „den gesamten Sachverstand der deutschen Forstwirtschaft“ auf seinem Anwesen begrüßen zu dürfen. Im Grünen trafen sich keine politischen Paukenschläger und Klimaideologen, sondern Forstfachleute und private Waldbesitzer, die mit den hochrangigen Gästen fachlich und sachlich über die Probleme der Zukunft sprachen.

„Soll Deutschland 2045 klimaneutral sein?“ wird heiß diskutiert – nicht zuletzt in Berlin, also in der „großen Politik“. Viele Ideen gibt es, fast eben so vieles scheint, jedenfalls bis 2045, nicht realisierbar. Gar nicht geredet wird dabei über den Wald. Dabei „entlasten Wald und Holzprodukte die Atmosphäre jährlich um 127 Millionen Tonnen CO2 (das sind 14 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen) – das wurde leider noch nicht von allen erkannt“, sagte der CDU-Bundestagskandidat für Cottbus und Spree-Neiße, Dr. Markus Niggemann, der Dr. Klaus Peter Schulze in der Bundespolitik zukünftig beerben soll.

Weniger CO2-Ausstoß möglich

Es sei notwendig, nicht nur auf Kohleausstieg, erneuerbare Energien und Verkehr Augenmerk zu legen, sondern auch auf den Wald, der beim Erreichen der Klimaziele eine Schlüsselrolle einnimmt. Dafür aber bedarf es der Nachhaltigkeit. Im Alter zwischen 40 und 70 Jahren hat Wald seine höchste CO2-Bindungskraft. Also gilt es, Wald nachhaltig zu „bauen“. Außerdem speichern die Waldböden riesige Mengen Kohlenstoff. Der forcierte Einsatz von Holz als Bau-, Werk- und Brennstoff könnte die CO2-Emissionen um weitere 66 Millionen Tonnen jährlich verringern.

Bund und Länder haben vor dem Hintergrund der Dürre vergangener Jahre und der Borkenkäferplage für die Wiederbewaldung und Anpassung an den Klimawandel ein 1,5-Milliarden-Euro-Paket geschnürt. Dieses Paket soll auch den Kleinwaldbesitzern in der Lausitz zugänglich sein; soll helfen beim Aufbau klimastabiler Mischwälder mit standortangepassten Baumarten.

Der Wald prägt unser Landschaftsbild, ist Heimat für Tiere und Pflanzen, trägt zum Schutz von Wasser und Boden bei. Gleichzeitig ist er ein Natur-, Erholungs- und Wirtschaftsraum. Aufgabe der nationalen Waldpolitik sei es, die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen des Waldes in Einklang zu bringen. Dr. Niggemanns Fazit: „Mit ideologischen Parolen betreffs Klimawandel ist nichts zum Besseren getan – aber mit dem Fachwissen und Handeln der Menschen vor Ort.“

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