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„Zum Adler“ – zum Mitnehmen

Weihnachtsmarkthütte ermöglicht Betrieb von Hoyerswerdaer Gaststätte.

Gastronom Karsten Haiser kann den Verkauf wieder aufnehmen.
Gastronom Karsten Haiser kann den Verkauf wieder aufnehmen. © Foto: Nikolas Urban

Von Nikolas Urban

Hoyerswerda. Gastronomen leiden mit am meisten unter der Corona-Pandemie. Bei Lockdown Nr. 2 mussten Gaststätteninhaber erneute ihre Türen schließen, so auch Karsten Haiser mit seiner Gaststätte „Zum Adler“. Da der Hoyerswerdaer Weihnachtsmarkt dieses Jahr nun doch nicht stattfinden wird, versiegte damit seine letzte Einnahmequelle. 

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...und lassen Sie sich elektrisieren.

Doch die Stadt stellte dem Gastronomen einen Stand, welcher eigentlich für den Weihnachtsmarkt vorgesehen war. „Ich war wirklich begeistert“, sagte er und betonte die schnelle, unkomplizierte und sogar kostenfreie Lieferung des Standes, an dem er nun Speisen und Getränke verkauft. Eine willkommene Hilfe für den Wirt, der den Verkauf so trotz Einschränkungen wieder aufnehmen kann. Auch der Kundschaft gefällt dies. Viele Gäste stellen sich täglich ein, um mit Wurstgulasch, Kartoffelsuppe und anderem versorgt zu werden. Laut Haiser wurden seine Erwartungen an den Erfolg des Standes übertroffen, was natürlich nicht nur der guten Lage an der Bundesstraße 97 zu verdanken ist.

Hoffen auf Mini-Weihnachtsmarkt

Arbeit am Verkaufsstand ist für ihn nichts Neues. Der Gastwirt ist es gewohnt, winters einen Stand am Weihnachtsmarkt zu betreiben. Dass dies nun leider ausfallen muss, bedauert er sehr. Aber er bleibt optimistisch und deutet eventuelle Pläne für einen Mini-Weihnachtsmarkt am 3. Adventswochenende an – sofern dies erlaubt ist.

Der Stand wird ganz gemäß den Corona-Regeln betrieben. Essen und Getränke sind ausschließlich zum Mitnehmen erhältlich. Die Nutzung der Stehtische ist untersagt, und für die Einhaltung allgemeiner Hygieneregeln ist auch gesorgt. So können Gäste, beispielsweise Angestellte von umliegenden Betrieben, bequem ihr Mittagessen abholen. Eine echte Erleichterung für Karsten Haiser, welcher dankbar für jede Möglichkeit ist, seinen Gasthof weiterführen zu können. So werden frühmorgens Speisen und Getränke vorbereitet, welche Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr verkauft werden. Die Idee für den Stand kam von Haiser selbst. Nach einem Anruf bei der Stadtverwaltung liefen die Genehmigung und das Aufstellen des Standes schnell und ohne lästige Formalitäten, erzählt er enthusiastisch und dankt dem Hoyerswerdaer Baubetriebshof für die unkomplizierte Verhandlung.

Den Stand aufgeben will er auf keinen Fall. Geplant ist, diesen weiter zu führen, bis das Gasthaus wieder öffnen darf. Mit Rostbratwurst und Glühwein vom schön dekorierten Stand könnte doch ein wenig Weihnachtsstimmung aufkommen. Grünes Licht von der Stadt gibt es schon mal.

P.S.: Nach Absprache können auch andere Gastronomen einen solchen Verkaufsstand bekommen, so Bernd Wiemer, Pressesprecher der Stadtverwaltung. Das macht die Schließung der Gaststätten für die Wirte etwas erträglicher.

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