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Hoyerswerda
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Zwei Niederlagen zum Wiederbeginn

Die Handballer starteten ihren Spielbetrieb nach (in ...) Corona. Bei aller Freude darüber – erfolgreich für Hoyerswerda war der Re-Auftakt nicht gerade.

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Die Zwickauer gestatteten den Hoyerswerdaern (in Grün) in der entscheidenden Phase nach den 25:25-Ausgleich des LHV nichts mehr – alles dicht ...
Die Zwickauer gestatteten den Hoyerswerdaern (in Grün) in der entscheidenden Phase nach den 25:25-Ausgleich des LHV nichts mehr – alles dicht ... © Foto: Werner Müller

Sachsenliga Herren

LHV Hoyerswerda 25 (12)
Zwickauer HC Grubenlampe 29 (13)

Nach der neuen Corona-Verordnung haben wieder alle Zuschauer mit einem 3G-Nachweis die Möglichkeit zu einem Besuch. Das hatte sich noch nicht überall herumgesprochen, so dass noch Plätze auf der Hoyerswerdaer Tribüne vorhanden waren. Die Fehlenden verpassten ein spannendes und kämpferisch gutes Spiel des LHV.

Mit derselben Anfangs-Aufstellung wie beim Pokalspiel in Freiberg begannen die Zuse-Städter und Dario Feuerriegel machte da weiter, wo er in Freiberg aufgehört hatte – er nagelte den Ball aus dem Rückraum zum 1:0 in den Zwickauer Kasten.

Doch der Tabellenführer zog direkt nach. Vor allem die große Routine seiner ausländischen Spieler sollte am Ende das entscheidende Quäntchen in diesem Spiel sein. Zunächst bestimmte aber der jugendliche Spielwitz der Hoyerswerdaer das Geschehen. Die Abwehr wurde von Tony Jäschke super organisiert und nach vorne ging recht schnell die Post ab. Nils Nitzsche erzielte in der 15. Spielminute die 6:4-Führung für die Hausherren. Dem schnellen und modernen Spiel der Hoyerswerdaer setzten die Zwickauer ein bedächtiges und defensives Spiel entgegen.

Gerade ihre körperliche Robustheit mussten die Hoyerswerdaer des öfteren spüren, wenn sie nur unfair gestoppt werden konnten – was auch das Zeitstrafenverhältnis von 7:2 zeigt. Dennoch zeigte die Körperlichkeit Wirkung, und beim 6:7 hatten die Zwickauer die Führung zurückgeholt. Bis zum Halbzeitpfiff entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, wobei die LHVer leider zu viele Chancen liegen ließen – gleich drei Strafwürfe wurden vergeben. Dass der Tabellenführer zur Pause nur mit 13:12 führte, lag auch am bestens aufgelegten Robert Conrad im LHV Gehäuse.

Nach dem Wechsel nahm der Tabellenführer zunächst das Heft des Handelns in die Hand. Eine Zeitstrafe für die Hoyerswerdaer nutzten die Westsachsen zur zwischenzeitlichen 18:15-Führung. Schrecksekunde in der 40. Minute, als Dario Feuerriegel rüde gefoult wurde und sichtlich benommen vom Feld gebracht wurde. Die fällige Rote Karte wurde von den guten Schiedsrichtern zwar gegeben, aber leider konnte Dario nicht mehr eingesetzt werden. Den Siebenmeter verwandelte Fabian Knofe (dem man nicht anmerkte, dass er erst ein -!- Training seit Monaten absolviert hatte) zum 18:20. Die Zwickauer konnte ihre Führung bis zur 54. Minute verteidigen, bevor Ben Nitzsche sich ein Herz nahm und aus dem Rückraum zum 25:25-Ausgleich traf. Die LHV-Fans waren voll da und unterstützten ihr Team fantastisch. Leider gelang den Hoyerswerdaern im Anschluss kein Treffer mehr, und die erwähnte Routine der Gäste sorgte dafür, dass sie mit 29:25 gewinnen konnten.

Das Ergebnis ist am Ende zu hoch – standen sich doch zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber. Das LHV-Team bekam trotz der Niederlage Applaus und freut sich auf alle Fans schon am nächsten Sonnabend, wenn zur gewohnten Zeit um 17.30 Uhr das nächste Heimspiel gegen den HSV Dresden angepfiffen wird. (LHV)

LHV Hoyerswerda: Robert Conrad, Niclas Schäfer – Nils Nitzsche (4), Dario Feuerriegel (3), Nico Köppner, Tobias Sieber (4), Stan Altmann, Christian Herzer, Tony Jäschke, Ben Krahl, Fabian Knofe (9/7), Ben Nitzsche (3), Tom Baugstatt (1), Gary Biele (1)
Trainer/Betreuer: Conni Böhme, Torsten Tschierske, Christian Bartoszek, Alexander Canbek

Sachsenliga Damen

TuS Leipzig-Mockau 28 (17)
SC Hoyerswerda 20 ( 8)

Nach 113 Tagen „Zwangspause“ ging es für die Damen vom Sportclub in die Messestadt zum TuS Leipzig-Mockau. Die Vorzeichen waren nicht die besten. So fehlten Greta Schmidt, Alina Weber, Charlott Schöps und Lea-Michelle Schwarzbach wegen Verletzungen, Krankheit, Schwangerschaft oder aus anderen Gründen. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch.

Hoyerswerda hatte Anwurf – und dieser ging, wie so viele andere Würfe im Spiel, daneben. Leipzig nutze jeden SC-Fehler gnadenlos aus und führte nach sechs Minuten mit 4:0. Das Trainertrio musste mit einer Auszeit reagieren. Marie Grabsch konnte erst nach sieben Minuten das erste SC-Tor erzielen. Beim Sportclub war in der komplett ersten Halbzeit der Wurm drin und die Treffer gelangen nur sporadisch. So trafen Laura Rosemann per Siebenmeter zum 2:5, Marie Grabsch zum 3:7, Nadja Irmisch nach 16 Minuten zum 4:8. So ging es bis zur Pause weiter. Gelang Hoyerswerda ein Tor, zogen die Messestädterinnen mit zwei Toren nach. Nach 30 Minuten stand es 17:8 für die Heimmannschaft.

Die Zusestädterinnen kamen in der zweiten Halbzeit, vor allem in der Abwehr, besser ins Spiel. In zehn Minuten gab es nur drei Gegentore. Doch eins blieb: Im Angriff war weiter der Wurm drin. In der 40. Minute erzielte Kapitänin Laura Rosemann den ersten Treffer in der zweiten Halbzeit zum 9:20. Das war ein Startsignal für den Rest der Mannschaft. Nun lief es im Angriff um einiges besser und die Chancen wurden vermehrt genutzt. Der Sportclub stand in der zweiten Halbzeit stärker in der Abwehr und konnte den Rückstand immer mehr verkürzen. Auch die Maßnahme, mit zwei Kreisläuferinnen zu agieren, war erfolgreich. Nach 55 Minuten stand es 24:17 für die Leipziger Damen und die SC-Damen wollten noch weiter rankommen. Das gelang zwar nicht ganz, auch weil weiterhin sehr viel Pech im Abschluss dabei war, aber auch Leipzig konnte sich nicht weiter absetzen. Zum Schlusspfiff stand ein 28:20 für Leipzig an der Anzeigetafel.

Das nächste Spiel findet am 12. März um 16 Uhr in Weißenborn statt. (JöW)

Hoyerswerda: Nicole Seidel, Jessica Hubatsch – Nadja Irmisch (7), Leonie Klösel , Janine Hattliep, Marie Grabsch (2), Josephine Lutz, Monique Meißner (1), Laura Rosemann (3/1), Marie Rubin (2), Nadine Krebs, Betty Kulke (5)