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Koppein will Bürgermeister in Lauta werden

Der 41-jährige Vereinschef und Ex-Stadtrat will im März 2022 als unabhängiger Kandidat antreten.

Martin Koppein ist 41 Jahre alt, ledig und ein „Ur-Einwohner“ von Lauta. Er will sich bei der Wahl 2022 um das Amt des Bürgermeisters von Lauta bewerben.
Martin Koppein ist 41 Jahre alt, ledig und ein „Ur-Einwohner“ von Lauta. Er will sich bei der Wahl 2022 um das Amt des Bürgermeisters von Lauta bewerben. © Foto: Ralf Grunert

Lauta. Voraussichtlich im März kommenden Jahres findet die nächste Bürgermeisterwahl in der Stadt Lauta statt. Mit dem 41-jährigen Martin Koppein hat sich ein Lautaer „Ur-Einwohner“ dazu entschlossen, sich für dieses Amt zu bewerben. Ende März stand für ihn fest, dass er diesen Schritt gehen möchte. Seine offizielle Bekanntgabe erfolgte in dieser Woche. In der Stadt haben seine Ambitionen längst schon die Runde gemacht. „Ich wurde beim Bäcker angesprochen, im Einkaufsmarkt.“

Die Entscheidung von Martin Koppein hat eine lange Reifezeit. Ex-Bürgermeister Hellfried Ruhland, der von 2001 bis 2015 zwei Amtszeiten lang der Chef im Lautaer Rathaus war, habe den Anstoß gegeben. „Er hat mir in einem lockeren Gespräch nahgelegt, diesen Schritt zu gehen.“ Das war Ende 2019 gewesen, blickt der 41-Jährige zurück. Im Verlauf des Folgejahres habe Hellfried Ruhland immer mal wieder nachgefragt. Martin Koppein führte zahlreiche Gespräche im Verwandten- und Freundeskreis. „Dabei habe ich viel positives Feedback bekommen.“ Am 31. März dieses Jahres hat er sich endgültig entschlossen, sich bei der nächsten Wahl um das Amt des Bürgermeisters von Lauta zu bewerben. Als unabhängiger Kandidat, wie er betont. „Ich will mir die Freiheit für spätere mögliche Debatten lassen“, so seine Begründung.

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Kommunalpolitische Erfahrung hat Martin Koppein, der als selbstständiger Finanzberater tätig ist, bereits hinlänglich gesammelt. Von 2009 bis 2019 saß er für den Verband Freie Wähler im Stadtrat. Im Jahr 2019 ist er aus persönlichen Gründen nicht wieder zur Wahl angetreten.

Mit dem öffentlichen Leben in der Stadt Lauta war und ist der 41-Jährige schon viel länger eng verbunden. Seit 18 Jahren ist er Mitglied des Vorstandes des FSV Lauta und seit 2012 der Vorsitzende des Vereins.

Das Vereinsleben und das Ehrenamt in der Stadt stehen für ihn daher auch im Mittelpunkt. „Weil es zu kurz kommt, nicht nur in Lauta, sondern auch im Landkreis.“ Eine Stadt wie Lauta mit rund 8.000 Einwohnern lebt nicht nur von der Industrie, von der Wirtschaft, sondern insbesondere auch von einer funktionierenden Vereinslandschaft.“ Hier sieht er Defizite. „Ich denke, die Synergien, die es zwischen den Vereinen geben sollte, werden nicht abgerufen.“ Auch bei der Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Ortsteilen sieht Martin Koppein Reserven. „Es kocht jeder sein eigenes Süppchen“, so sein Eindruck.

Als weiteren wichtigen Punkt nennt der 41-Jährige, die Schaffung von Rahmenbedingungen für Ansiedlungen. „Mir blutet das Herz, wenn ich durch das Industriegebiet fahre und fast nur Photovoltaik sehe, so wichtig das auch für den Klimaschutz ist.“ Arbeitsplätze schafft das aber keine.

Ein Programm, mit dem er in den Wahlkampf ziehen will, wird Martin Koppein über den Sommer mit einem Kreis von Vertrauten erarbeiten. Ob Hellfried Ruhland dazu gehören wird, kann er noch nicht sagen. Und dann benötigt er als unabhängiger Kandidat auch auch noch 60 Unterschriften, wie auf Nachfrage aus dem Rathaus zu erfahren war. Diese sollten aber eine überwindbare Hürde für ihn sein.

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