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Neu im Treff 8 Center: der Zahra Salon

Said Boukhiar lebt in Cottbus und hat sich nun in Hoyerswerda mit einem Friseursalon selbstständig gemacht. Zwei Angestellte sind für ihn tätig.

Said Boukhiar (r.) hat im Treff 8 Center den Zahra Salon eröffnet. Barbier Al Khalil Mohammed ist einer der beiden Angestellten. Er bringt langjährige Erfahrungen mit, hat eine Zeit lang in der Türkei gearbeitet.
Said Boukhiar (r.) hat im Treff 8 Center den Zahra Salon eröffnet. Barbier Al Khalil Mohammed ist einer der beiden Angestellten. Er bringt langjährige Erfahrungen mit, hat eine Zeit lang in der Türkei gearbeitet. © Foto: Gernot Menzel

Friseurbetriebe hatten es zuletzt mit mehrmonatigen Schließzeiten und der Umsetzung vielfältiger Corona-Schutz-Maßnahmen nicht gerade leicht oder einfach. Mit der Zeit wurde jedoch ihre Bedeutung für die Gesellschaft immer deutlicher. Zahlreiche Salons im Hoyerswerdaer Stadtgebiet haben das erlebt. Jetzt ist ein weiterer Anbieter hinzugekommen.

Eine Neueröffnung in Krisenzeiten – das wagt Said Boukhiar nun. Seinen Salon hat der in Cottbus lebende im Treff 8 Center eröffnet. Dort geht es zur Zeit ruhiger zu, ein Teil der Geschäfte ist geschlossen. Bekleidungsgeschäfte, ein Fitnessstudio, Gastronomie, eine Bar würden sonst zur Belebung der Passage am Lipezker Platz beitragen. Doch all das hindert Said Boukhiar nicht.

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Die Montagearbeit aufgegeben

Im Jahr 2003 ist der Algerier nach Deutschland gekommen. Seit einigen Jahren lebt er in Cottbus. Dort ist er mit seiner Frau und den drei Kindern zu Hause. Einst wurde er zum Mechatroniker ausgebildet und hat zuletzt in diesem Beruf gearbeitet. Daher war Said Boukhiar deutschlandweit auf Montage. Während der Woche war er unterwegs und nur am Wochenende bei den drei kleinen Kindern und seiner Frau. „Das war schwierig für die Familie“, blickt er zurück. Jetzt benötigt er weniger als eine Stunde Fahrtzeit und ist bei ihnen. In dem bisherigen Unternehmen hat es für ihn keine andere Perspektive gegeben. „Also gehe ich in einen anderen Bereich“, stand irgendwann für den Familienvater fest.

Einen anerkannten Abschluss hat Said Boukhiar als Friseur nicht. In der Vergangenheit, in Algerien hat er dennoch in diesem Beruf gearbeitet. „Ich habe die Arbeit als Friseur geliebt.“ All die Umstände und die Freude an dieser Tätigkeit haben ihn dazu bewogen, einen neuen Weg zu gehen. Da war die Idee einen eigenen Salon, einen Barbershop zu eröffnen.

In Cottbus hat Said Boukhiar im Bereich Barbershop jedoch zu viel Konkurrenz und in Hoyerswerda hingegen eine Marktlücke gesehen. Er schätzt die Lage in dem Einkaufszentrum in der Neustadt.

Etwa vor zwei Jahren kam der Gedanke eines eigenen Geschäftes auf. Zwei Mitarbeiter sind seit der Eröffnung Anfang März dabei. Der 28-jährige Al Khalil Mohammed ist sowohl als Barbier als auch im Damenbereich einsetzbar. Said Boukhiar kennt ihn aus Cottbus. Dort war der junge Mann in einem Friseurbetrieb tätig, aber wurde gekündigt – eine Auswirkung der Pandemie. „Ich freue mich, dass ich ihn habe“, zeigt sich der Geschäftsführer glücklich darüber. Weiterhin beschäftigt er eine Friseurmeisterin. So sichern sie zu dritt die Kundennachfrage ab. „Alleine wollte ich nicht anfangen“, so Said Boukhiar über die Entscheidung und führt Ausfälle zum Beispiel bei Krankheit an, die so ein geringeres Risiko darstellen.

Die vergangenen Wochen ermöglichen schon ein erstes Fazit. Der Salonbetreiber ist zufrieden. Ältere Menschen zählt er zu seinen Kunden, aber sieht eher jüngere Personen als Zielgruppe an. Auch Kinder sitzen schon regelmäßig auf dem Friseurstuhl. Gleich mit der Eröffnung war auch ein entsprechendes Hygienekonzept vorzulegen und umzusetzen. Das „macht die Arbeit etwas komplizierter“, aber sei machbar. „Es ist so schon alles neu und dann kommt das Konzept hinzu.“ So hofft Said Boukhiar, dass er keine Schließung aufgrund des Infektionsgeschehens erleben muss.

Zahra, die Blume

Die Einmietung in die Geschäftsräume erfolgte im Februar. Für die Einrichtung der Räumlichkeiten waren drei Wochen nötig. Aufgrund der Pandemie und der Feiertage zum Jahreswechsel konnten Firmen für Sanitär erst etwas später als gewünscht ihre Arbeiten durchführen. Gerne hätte Said Boukhiar auch schon eher eröffnet. Doch letztendlich haben es die Beschränkungen nicht anders zugelassen.

Bei der Benennung des Salons hat sich Said Boukhiar von seiner Tochter inspirieren lassen, die ebenfalls den Namen Zahra trägt. Aus dem Arabischen lässt sich ‚Blume‘ übersetzen.

Der Zahra Salon ist erreichbar unter 0162 5899930.

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