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Nicht nur die Sprache zählt, sondern auch die Seele

Diana Karbe schaut in Hoyerswerda künftig darauf, dass in Sorbisch-Fragen alles klar geht.

Von Uwe Schulz
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Hoyerswerdas Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh begrüßte am Freitag Diana Karbe als neue Sorbenbeauftragte. Zuvor hatte er Gabriela Linack aus dieser Funktion verabschiedet.
Hoyerswerdas Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh begrüßte am Freitag Diana Karbe als neue Sorbenbeauftragte. Zuvor hatte er Gabriela Linack aus dieser Funktion verabschiedet. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. In der Stadt gab es das Sorbische Museum, hier wurde die Sorbische Volksbank in der Senftenberger Straße gegründet. Im jetzigen Bürgerzentrum, damals Ballhaus, gründete sich der sorbische Dachverband Domowina. Dann kam der gigantische Zuzug und das Sorbische wurde in der Stadt tatsächlich zur Minderheit. Doch Diana Karbe, die als Sorbin vor einigen Monaten im Bereich der Wirtschaftsförderung in Hoyerswerda anfing, war überrascht, wie ernst es die Stadt mit der Zweisprachigkeit meint. Bei ihr zu Hause auf dem kleinen sorbischen Dorf wird in der Familie sorbisch gesprochen, die Kinder besuchen eine sorbische Schule. Doch die sorbische Sprache sei das eine, die sorbische Seele das andere. Und die spüre sie hier in Hoyerswerda. Bis 2025 wird sie neben ihrer eigentlichen Tätigkeit die ehrenamtliche Sorbenbeauftragte der Stadt Hoyerswerda sein. Am Freitagvormittag erhielt sie von Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh ihre Ernennungsurkunde. Ihre Vorgängerin Gabriela Linack wurde hingegen verabschiedet. Da bleibt auch mal was liegen, zum Beispiel die Korrektur der Beschriftung der zweisprachigen Straßennamensschilder, wobei da ja auch die deutschen Schreibweisen teilweise Abenteuerliches bieten. Im Bereich der Altstadt, so Linack, seit man schon gut vorangekommen, in der Neustadt gibt es teilweise noch nicht einmal zweisprachige Beschilderungen. Sie schilderte, wie sie die ersten Sorbisch-Sprachkurse für Verwaltungsangestellte angeboten hat. Zunächst in der Freizeit. Stefan Skora war es, der als Oberbürgermeister verfügte, dass das Fortbildungen wie alle anderen auch seien und daher während der Dienstzeit erfolgen sollten.

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