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Schöner Wohnen am alten Schulstandort

In Hoyerswerda wird nur abgerissen? Weit gefehlt. An einigen Stellen wurde nur Platz für Neues geschaffen, heute: Kolpingstraße.

Das neue Wohngebiet „Zur Alten Elster“ mit 15 Häusern an der Kolpingstraße in Hoyerswerda. .
Das neue Wohngebiet „Zur Alten Elster“ mit 15 Häusern an der Kolpingstraße in Hoyerswerda. . © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Als 2013 der Erweiterungsbau des Lessing-Gymnasiums in der Pestalozzistraße in Betrieb genommen werden konnte, kam gleichzeitig das Ende für einen jahrzehntealten Schulstandort – in der Kolpingstraße.

1967 war hier an der damaligen Karl-Marx-Straße ein Schulneubau eingeweiht worden, konnte die Polytechnische Oberschule VI „Juri Gagarin“ aus dem Gebäude, das man heute als Bürgerzentrum Braugasse kennt, umziehen. Tausende Kinder absolvierten hier bis in die Wendejahre die erste bis zehnte Klasse. Mit Einführung des neuen sächsischen Schulsystems benötigte das Lessing-Gymnasium jedoch deutlich mehr Platz, da nicht mehr nur Elf- und Zwölfklässler unterrichtet werden mussten, sondern schon Schüler ab Klasse 6. Dafür reichte der Platz in der Pestalozzistraße nicht. Die Schüler der Klassen 5 bis 8 wurden daher ab 1992 an der neuen Außenstelle, der ehemaligen POS VI unterrichtet.

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Nicht erst beim Auszug zeigten sich nach 45 Jahren deutliche Schäden am Schulgebäude, das obendrein nicht mehr benötigt wurde. So folgte 2014 der Abriss, und das Areal sollte zu einem Eigenheimgebiet umgewandelt, die bauliche Lücke entlang der Straße somit geschlossen werden. 2015 erfolgten daher umfangreiche Holzungsmaßnahmen, wurde im Jahr darauf auch die verbliebene Kosmos-Säule in die Schulstraße umgesetzt.

Nach der Erschließung des neuen Wohngebiets „Zur Alten Elster“ im Jahr 2017 hatte die Stadt Hoyerswerda keine große Mühe, die Grundstücke zu vermarkten. Heute zählt man hier 15 private Neubauten, von denen augenscheinlich fast alle mittlerweile bezogen sind. Gewerkelt wird dennoch fleißig, sei es in den Garagen, an den Grundstückseinfriedungen oder an individuellen Spiellandschaften. Seitens der Stadt wurde im vergangenen Jahr auch noch der marode Gehweg entlang der Kolpingstraße erneuert. An den einstigen Schulstandort erinnert hier nichts mehr.

Im Übrigen wurde bei der Erschließung auch dem Naturschutz Rechnung getragen. So gab es einige Ausgleichsmaßnahmen im Bereich des benachbarten Elsterfließes. Und im Rahmen einer Schüleraktion wurden Hunderte von Weinbergschnecken, die im Bereich des alten Schulgartens lebten, erfolgreich zum Gondelteichareal umgesiedelt.

Im Dezember 2010 stand noch das Haus II des Lessing-Gymnasiums an der Kolpingstraße, wo sich heute der Eigenheimstandort befindet.
Im Dezember 2010 stand noch das Haus II des Lessing-Gymnasiums an der Kolpingstraße, wo sich heute der Eigenheimstandort befindet. © Foto: Uwe Schulz

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