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Schulschwimmen wird bald wieder aufgenommen

In der verbleibenden Zeit bis zu den Sommerferien wird das organisiert. Der gesamte Betrieb ist in kurzer Zeit startbereit.

Das Wasser in den Becken ist kühler als sonst, um Energie zu sparen. Geschäftsführer Matthias Brauer erklärt, dass das Ablassen des Wassers auf Dauer zu Materialschäden hätte führen können.
Das Wasser in den Becken ist kühler als sonst, um Energie zu sparen. Geschäftsführer Matthias Brauer erklärt, dass das Ablassen des Wassers auf Dauer zu Materialschäden hätte führen können. © Foto: Juliane Mietzsch

Hoyerswerda. Mitte letzter Woche informierte das Sächsische Staatsministerium für Kultus darüber, dass wieder Schwimmunterricht in der Primarstufe stattfinden kann. Das sei mit der aktuell geltenden Corona-Schutz-Verordnung möglich und betrifft Grund- und Förderschulen sowie im konkreten Fall die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Sachsen.

„Wissen weiterzugeben, ist uns wichtig“, erklärt Matthias Brauer. Der Geschäftsführer des Lausitzbades Hoyerswerda sorgt sich, dass die Zahl der Badetoten in dieser Saison steigen könnte. „Wir sind uns dieser hohen Verantwortung bewusst. Wir können nichts dafür, aber fühlen uns nicht gut dabei.“ Damit meint er, dass während der zwangsläufigen Schließung, die im letzten Jahr 169 Tage andauerte und dieses Jahr bereits schon 147 Tage, das Schwimmen nicht gelehrt werden konnte. Das stelle ein Gefahrenrisiko dar. Doch nicht nur das Schulschwimmen hat nicht stattgefunden, ebenso fielen die hauseigenen Nachmittagskurse oder jene in Kooperation mit den Kitas aus. Dieser Bereich betreffe nach eigener Aussage 675 Kinder.

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Die Sommerferien beginnen am 26. Juli. Bis dahin ist ab dem 7. Juni nun Zeit, das Schulschwimmen nachzuholen. Danach finden während fünf Wochen fünftägige Feriencamps für Schulkinder statt, die bereits ein Seepferdchen erworben haben. Anfang Februar war die Anmeldung möglich, alle Termine sind ausgebucht.

Zuletzt wurde das Wasser nicht aus den Becken abgelassen – nach gründlicher Abwägung. „Das Gebäude wurde nicht gebaut, um leer und kalt zu sein“, führt Matthias Brauer Gründe, die Statik und das Material betreffend, an. Ziel war zuletzt, die Energiekosten so niedrig wie möglich zu halten und dennoch innerhalb kürzester Zeit wieder bereit für Gäste zu sein. Die Analyse des ersten Quartals hat ergeben, dass die Energieverbräuche bei einem knappen Viertel im Vergleich zu einem regulären Jahr liegen. Die Hygieneparameter im Wasser seien zu jeder Zeit eingehalten worden. Eine Analyse des Wassers wurde kürzlich dennoch in Auftrag gegeben, die Ergebnisse stehen noch aus. Dass in den letzten Jahren in moderne Technik investiert wurde, zahlt sich aus. Die Betreuung hierbei übernehmen die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda. Die gute Zusammenarbeit schätzt der Leiter des Bades sehr.

Innerhalb von zwei Tagen kann nun reagiert, eine Öffnung vorbereitet werden. Das Hochheizen des Wassers dauere etwa anderthalb Tage. Auf verschiedene Szenarien hat sich das Lausitzbad-Team jetzt eingestellt. Weitere vorbereitende Aufgaben betreffen vor allem Reinigungen oder auch das Auffüllen von Lebensmitteln. Denn durch die jährliche Schließzeit im Sommer herrscht eine gewisse Routine, so einen Neustart betreffend. „Wir wissen nicht wann, aber wie es losgeht“, fasst Matthias Brauer zusammen. Die Belegschaft habe gut für die Instandhaltung aller Anlagen gesorgt, heißt es weiter.

Bei der Planung des Schulschwimmens sind weiterhin die betreffenden Grundschulen aus Hoyerswerda, Lauta, Laubusch, Groß Särchen und Burgneudorf involviert sowie die Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda, die den Transport der Kinder organisieren. Der konkrete Starttermin in anderthalb Wochen wurde kürzlich mitgeteilt.

Die Kosten für das Schulschwimmen übernehmen die Schulträger. Matthias Brauer war mit ihnen wegen einer Kostenerhöhung im Gespräch. Der Steigerung von einigen Cent pro Kind und Stunde haben alle zugestimmt. „Ich freue mich über das Verständnis der Vertragspartner“, sagt der Leiter dazu. Das sei im Augenblick nötig, um eine wirtschaftliche Nutzung in dieser Zeit zu ermöglichen. Denn weitere Einnahmen durch Badegäste fehlen in dieser Zeit. Und durch die offene Bauweise kann nicht nur der Bereich, in dem sich das 25-Meter-Becken befindet, geheizt werden. Sobald eine komplette Öffnung möglich ist, müssen die Gäste keine Anpassung der Eintrittspreise befürchten. „Wir freuen uns einfach, wenn es wieder losgeht.“

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