SZ + Hoyerswerda
Merken

Sowohl Erstattungen als auch Erhöhungen

Der Wittichenauer Stadtrat fasste Beschlüsse zu Gebührensatzungen – sie sind jetzt für die Jahre 2021 bis 2023 gültig.

 3 Min.
Teilen
Folgen
Der Stadtrat fasste in der Sitzung im März Beschlüsse zu Gebührensatzungen.
Der Stadtrat fasste in der Sitzung im März Beschlüsse zu Gebührensatzungen. © Archivfoto: Hagen Linke

Wittichenau. Die Stadt fasst für die vier technischen Einrichtungen im Bereich Abwasser die Gebührensätze neu. Bei den Mengengebühren gibt es einige geringe Änderungen. Dabei gibt es sowohl Erstattungen als auch Erhöhungen für die Bürger. Dies ist das Fazit der Beschlüsse zu den Abwasser-Gebührensatzungen aufgrund von Nach- und Vorauskalkulationen. Einstimmig beschloss sie der Stadtrat in seiner März-Sitzung. Er folgt den Empfehlungen des Verwaltungs-Ausschusses und des Technischen Ausschusses. Die Abwassergebühren wurden kostendeckend kalkuliert.

„Überschüsse sind dem Gebührenzahler wieder gutzuschreiben. Unterdeckungen sind im nächsten Kalkulationszeitraum 2021-2023 wieder mit zu berücksichtigen“, erläuterte Kämmerer Thomas Woelke. „Fakt ist: Bei der zentralen Entsorgung durch das Klärwerk Wittichenau, bei der Entsorgung durch die Teichkläranlage Kotten und bei der Entsorgung durch Teilortskanalisation (die sogenannten Bürgermeister-Kanäle) haben wir Überschüsse erwirtschaftet. Sie werden den Bürgern gutgeschrieben.“

Wie sieht es aus bei der zentralen Entsorgung in Wittichenau?

Im Ergebnis der Nachkalkulation der Jahre 2017-2019 ermittelte die Stadt Überschüsse. Für die Schmutzwasser-Gebühren ergab sich dabei ein Überschuss von 107.532,81 Euro, für die Niederschlagswasser-Gebühr ein Überschuss von 26.883,20 Euro. Die Stadt fasst die Gebührensätze neu. Die Schmutzwasser-Gebühr steigt von 2,92 Euro auf 3,04 Euro je Kubikmeter Abwasser. Die Gebühr für Niederschlagswasser sinkt von 0,52 Euro auf 0,41 Euro je Quadratmeter Einleitungsfläche und Jahr. „Die leichte Erhöhung ist zu verantworten und zu verkraften“, sagte der Kämmerer. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Teuerungsraten für das Klärwerk für die Betriebskosten wie Strom und andere Komponenten kam diese Erhöhung zustande.“

Wie ist die Lage in der Teichkläranlage Kotten?

„Zu diesem Thema baten wir den Ortschaftsrat Kotten um eine Stellungnahme. Die Detailfragen haben wir intensiv geklärt“, versicherte Thomas Woelke. „Es gab kurzfristig nach den Gesprächen mit dem Ortschaftsrat eine Veränderung der Gebührenhöhe. Gewünscht wurde – so wie bei der zentralen Entsorgung in Wittichenau – eine monatliche Grundgebühr. Wir haben sie jetzt auf fünf Euro festgelegt.“

Die Schmutzwasser-Gebühr sinkt damit in Kotten von bisher 4,88 Euro auf 4,17 Euro je Kubikmeter Abwasser. Die Gebühr für Niederschlagswasser sinkt ebenfalls – von bisher 0,35 Euro auf 0,29 Euro je Quadratmeter Einleitungsfläche und Jahr. Die Nachkalkulation der vergangenen Jahre 2017-2019 hatte einige leichte Überschüsse verzeichnet. Für die Schmutzwasser-Gebühren ergab sich dabei ein Überschuss von 5.426,63 Euro, für die Niederschlagswasser-Gebühr ergab sich ein Überschuss von 499,63 Euro.

Wie steht es um die Teilortskanalisationen?

Im Ergebnis der Nachkalkulation der Jahre 2017-2019 ermittelt die Stadt einen Überschuss von 1.013,38 Euro. Der Gebührensatz für die Ableitung des Überlaufs einer privaten Kleinkläranlage sinkt von bislang 1,23 Euro je Kubikmeter Abwasser auf 0,83 Euro je Kubikmeter Abwasser.

Was bedeutet das für die dezentrale Entsorgung von Fäkalschlamm aus Kleinkläranlagen und Sammelgruben?

Im Ergebnis der Nachkalkulation, so unterstrich Thomas Woelke, ergeben sich auch hier veränderte Sätze. Die Mengengebühr für Abwasser aus abflusslosen Gruben sinkt von bislang 4,28 Euro auf künftig 4,10 Euro je Kubikmeter Abwasser. Die Mengengebühr für Fäkalschlamm steigt von bislang 36,80 Euro je Kubikmeter auf 41,03 Euro je Kubikmeter. Ursache dafür sind Veränderungen bei den zu entsorgenden Mengen als auch Preissteigerungen analog der zentralen Einrichtung in Wittichenau.