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Hoyerswerda

Sylvia Schenker neue Präsidentin der DJK

Die Wittichenauer Sportler wählten ihren neuen Vorstand.

Sylvia Schenker ist die neu gewählte Präsidentin der DJK Blau-Weiß Wittichenau – eines sehr agilen, erfolgreichen Vereins.
Sylvia Schenker ist die neu gewählte Präsidentin der DJK Blau-Weiß Wittichenau – eines sehr agilen, erfolgreichen Vereins. © Foto: Werner Müller

Von Werner Müller

Wittichenau. Es war eine in mehrerlei Hinsicht denkwürdige Jahreshauptversammlung, die die Sportler der Deutschen Jugend Kraft (DJK) Blau-Weiß Wittichenau am 28. August abhielten – hatte sie doch schon am 24. April stattfinden sollen, musste aber wegen der Corona-Pandemie auf zunächst unbestimmte Zeit verschoben werden. Dann war schon im Vorfeld klar, dass am Abend dieses Tages jemand anderes an der Spitze des katholischen Sportvereins stehen würde, denn der Bis-dato-Präsident Alexander Dolezych trat nicht mehr zur Wahl an, da sein Lebensmittelpunkt jetzt in Leipzig liegt. Und noch etwas war wohl einzigartig: Entsprechend dem Corona-Konzept fand die Veranstaltung auf dem Wittichenauer Sportplatz unter Einhaltung der Abstandsregeln im Freien statt. Dann jedoch lief die Versammlung in soliden Bahnen. Grußworte übermittelten die Präsidentin des DJK-Bundesverbandes Deutschland, Elsbeth Beha, und (aus seinem Urlaub) Wittichenaus Bürgermeister Markus Posch.

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Im Rechenschaftsbericht zog der scheidende Präsident Alexander Dolezych eine positive Bilanz – zunächst sportlich: So konnte die „Erste“ der DJK-Fußballer die (abgebrochene) Kreisoberliga-Saison 2019/ 2020 auf Rang 3 beenden, die beste Platzierung seit elf Jahren. Aber auch sonst ist der Verein mit seinen 230 Mitgliedern, zwölf Übungsleitern und neun Mannschaften erfolgreich. „Außersportlich“ war das Jahr 2019 geprägt durch den Erweiterungsbau des Sozialgebäudes im Wert 140.000 Euro. Dessen Einweihung und Segnung erfolgt am 10. Oktober. Das Wichtigste: Trotz mancher Misslichkeiten (Verlust von Sponsoren und Spielern, Corona etc.) – der Vorstand war arbeitsfähig und verdankt das vor allen Dingen Sylvia Schenker und Marina Schuster, die alle Fäden in der Hand hielten. Kurz: Die DJK ist ein höchst lebendiger, gesunder und wohlgeordneter Verein.

Mit 100 % der Stimmen konnten der Rechenschaftsbericht und der Finanzbericht bestätigt werden. Der alte Vorstand wurde somit entlastet.

Alle zehn einstimmig gewählt

Auch die Wahl zu den einzelnen Positionen im neuen Präsidium erfolgte einstimmig. Allerdings gab es auch hier ein Novum, denn erstmals wurde eine Frau ins höchste Amt des Vereins berufen: Nun ist Sylvia Schenker die neue Präsidentin der DJK Blau-Weiß Wittichenau.

Zum neuen, zehn Mitglieder habenden Präsidium der DJK Blau-Weiß Wittichenau gehören nun Pfarrer Dr. Wolfgang Křesák (geistlicher Beirat), Michael Kretschmer (Schatzmeister), Marina Schuster (Beisitzerin des Schatzmeisters), Bernhard Korch (Verantwortlicher für Marketing/Sponsoring), Stefan Prucha (Leiter Spielbetrieb), Carsten Mattick (Beisitzer Spielbetrieb), Alex Scholze (Jugendleiter), Sören Börner (Beisitzer des Jugendleiters), Detlef Scholze (Vizepräsident) und eben Sylvia Schenker als Präsidentin.

Fernerhin wurde beschlossen, einen Vereinsbeirat ins Leben zu rufen.

Nicht fehlen durften (Ehre, wem Ehre gebührt!) eine Reihe von Würdigungen. Mit der höchsten Auszeichnung des DJK-Bundesverbandes, der Ehrennadel in Gold, wurden Altbürgermeister Udo Popella, Christian Jeschky, Pfarrer Dr. Wolfgang Křesák und der scheidende Präsident Alexander Dolezych dekoriert. Die Ehrennadel des Kreissportbund Bautzen in Bronze erhielt Jugendtrainer Martin Brandt. Die Ehrennadel der DJK Blau-Weiß Wittichenau in Silber ging an den Jugendkoordinator Clemens Mattick. Die Abteilung Kegeln der DJK Wittichenau beglückwünschte ferner Gerhard Ballandt zum 80. und Gerhard Schowtka zum 70. Geburtstag.

DJK-Altpräsident Hubertus Szczepaniak überreichte an Alexander Dolezych eine Collage, die sein über zehnjähriges Wirken im Verein vom Nachwuchstrainer bis zum Präsidenten darstellt. Zum Abschied beschwor Dolezych die DJK-Mitglieder: „Haltet zusammen, denn Vereinsarbeit soll Spaß und Freude machen.“

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