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Teuerungen bei Hoyerswerdas zwei aktuell größten Bauvorhaben

Die Stadtratsausschüsse mussten sich mit Nachträgen für die Kita in Schwarzkollm und die neue Zejler-Grundschule befassen.

Beim Ersatzbau der Kita „Krabat“ in Schwarzkollm gibt es einen
Verzug von drei Monaten.
Und: es werden
zusätzliche Mittel in sechsstelliger Höhe gebraucht.
Beim Ersatzbau der Kita „Krabat“ in Schwarzkollm gibt es einen Verzug von drei Monaten. Und: es werden zusätzliche Mittel in sechsstelliger Höhe gebraucht. © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Was Bauherren landauf, landab zu spüren bekommen, fasste Achim Wambach vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim am Dienstag unter dem Begriff „Ressourcenverknappung in der Bauwirtschaft“ zusammen. Am selben Tag hatte sich der Verwaltungsausschuss des Hoyerswerdaer Stadtrates mit „Genehmigungen von über-/ außerplanmäßigen Aufwendungen/Auszahlungen“ für den Neubau des Kindergartens in Schwarzkollm zu befassen. Sprich: Es wird teurer als vorgesehen.

Auf der Baustelle für die neue Kita „Krabat“ am Kubitzberg ist der Rohbau fertig, Fenster- und Türrahmen leuchten schon in bunten Farben. Doch: Es dauert länger, als man das beim symbolischen Spatenstich im Juli des vorigen Jahres so gedacht hatte.

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„Aufgrund des langanhaltenden Winters 2020/2021 und durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie kam es zu einem dreimonatigen Bauverzug“, heißt es im letztlich gebilligten Beschluss vom Dienstag. Und: Zwischenzeitlich seien „die Materialpreise im erheblichen Maße gestiegen“. Drei Beispiele: Lieferung und Einbau von Glaswänden – plus 19.000 Euro, Elektroarbeiten – plus 20.000 Euro, Außenumfeldgestaltung – plus 38.000 Euro. Alles in allem billigte der Ausschuss einen Nachschlag in Höhe von 105.200 Euro – bei insgesamt bisher veranschlagten Baukosten in Höhe von 1,9 Millionen Euro. Zum Glück hat die Stadt eine bequeme Deckung für die zusätzlich erforderlichen Mittel gefunden. Die kommunale Beteiligung beim Bau der Ostumfahrung fiel in der Endabrechnung niedriger aus, als kalkuliert war.

Die Planungen im Rathaus gehen nun davon aus, dass Kinder und Personal im Januar aus dem beengten David-Traugott-Kopf-Haus aus- und in den Neubau einziehen können. Zuletzt hat der Technische Stadtratsausschuss am Mittwoch die Vergabe der Malerarbeiten im Innenbereich an eine Firma aus Görlitz beschlossen. Ende des Monats sollen Malermeister Jörg-Holger Labisch und seine Kollegen am Kubitzberg loslegen können. Mitte November sollen sie mit ihrer Tätigkeit fertig sein.

Auch der Technische Ausschuss hatte sich mit einer Auswirkung besagter Ressourcenverknappung zu beschäftigen. Auch in diesem Falle geht es um ein Vorhaben für die Jüngsten, nämlich den laufenden Umbau der ehemaligen Stadtrand-Oberschule zum künftigen Domizil der Grundschule Handrij Zejler. „Nachtrag zum Los Zimmererarbeiten“ war der entsprechende Beschluss überschrieben, dem die Stadträte einhellig ihre Zustimmung erteilten. Auch hier dasselbe Lied: „Die in den letzten Wochen bekanntgewordenen Materialengpässe und Preissteigerungen haben einen sehr großen Anteil am Gewerk Zimmerer.“ An der künftigen Grundschule wird vor allem Holz für die Dächer am Verbindungsbau zwischen Schule und Sporthalle sowie am Schacht des neuen Fahrstuhls benötigt. Gerechnet worden war einmal mit 286 Euro pro Kubikmeter. Zahlen muss die Stadt nun aber 999 Euro.

Insgesamt beläuft sich die Teuerung für die Zimmererarbeiten auf 27.403, 71 Euro. Auch hier zum Vergleich die Gesamtkosten: Samt Ausstattung sind ursprünglich viereinhalb Millionen Euro veranschlagt.

Wie bei der Schwarzkollmer Kita können ebenso am Stadtrand die Maler loslegen. Der Auftrag ist diese Woche bestätigt worden. Die Firma Schmid aus Radeberg soll Mitte Oktober anrücken.

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