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Willkommen am Schwarzen Raben

Am Freitag um 17 Uhr öffnete der „Black Raven“-Außenbereich.

Entschlossenen Blickes in die Zukunft, die heute beginnt: „Black Raven“-Wirt Thomas „Ecki“ Eckhardt.
Übrigens ist das Haus NICHT elektronischer Tanzmusik verfallen, wie das „Rave“ argwöhnen lässt. Das „n“ von Raven ist vom Sonnenschirm
Entschlossenen Blickes in die Zukunft, die heute beginnt: „Black Raven“-Wirt Thomas „Ecki“ Eckhardt. Übrigens ist das Haus NICHT elektronischer Tanzmusik verfallen, wie das „Rave“ argwöhnen lässt. Das „n“ von Raven ist vom Sonnenschirm © Foto: Uwe Jordan

Hoyerswerda. Gestern um 17 Uhr wird an der Albert-Einstein-Straße 48 ein neues Kapitel Hoyerswerdaer Gaststättengeschichte aufgeschlagen: Nach dem weitgehend unseligen Jahr 2020 und einem Bis-hierhin-Stillstand-Jahr 2021 öffnet die Außengastronomie des Irish Pubs „Black Raven“ wieder.

Kein Geburtstag – und ein Brand

Der 30. Oktober 2020, ein Sonnabend, war letzter Geöffnet-Tag des Schwarzen Raben von Thomas „Ecki“ Eckhardt. Sonntag war turnusgemäß Ruhetag, und am 1. November mussten alle Restaurants in Sachsen schließen: Corona. Dieses Schicksal teilte der Pub mit vielen, aber was die Sache doppelt traurig machte – die Kult-Kneipe hätte am 1. November 24. Geburtstag feiern können. Stattdessen: Türen zu!

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Schon bald aber kam es noch ärger. Am Morgen des 20. November, einem Freitag, waren die Türen offen! Allerdings in übler Weise. Einbrecher hatten den Raven geplündert und den Gastraum angesteckt, wohl, um Spuren zu verwischen. Kurz nach 8 Uhr morgens hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht, doch die Verwüstungen waren enorm. Auf 10.000 Euro wurde der Schaden geschätzt. Für Thomas Eckhardt stand aber sofort fest: „Ich gebe nicht auf, sondern bringe alles in Ordnung und öffne wieder, so bald es möglich ist!“ Und möglich ist es heute: 209 Tage nach der Corona-Schließung, 198 Tage nach dem frevelhaft gelegten Brand.

Was ihn zusätzlich bestärkte, war eine Spenden-Aktion von Raben-Freunden. Die erbrachte nicht nur die avisierten 800 Euro, sondern in summa 6.000. Ecki nutzte die Corona-Zeit, um den Pub wieder herzurichten – noch ansehnlicher: Das Foyer wurde farblich neu gestaltet, die Fensterfront gewechselt; einiges an der Technik getan und neues Mobiliar angeschafft. Davon wird man sich allerdings erst überzeugen können, wenn der Kreis Bautzen auch die Öffnung der Innengastronomie wieder zulässt. Aber betrachtet man die Inzidenz-Zahlen, ist durchaus Grund zur Hoffnung.

Der Rabe ist, sofern das überhaupt möglich ist, gut durch die Corona-Zeit gekommen. „Die staatlichen Hilfen kamen relativ zeitnah, unkompliziert und in angemessener Höhe“, schätzt Ecki ein, dem vor allem eines wichtig ist: „Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Helfern bedanken, die mir, in welcher Form auch immer, geholfen haben, durch diese Zeit zu kommen.“

Demnächst KunstLandStrich Nr. 11

Heute können sie alle wieder (im Außenbereich) ihr Stammlokal besuchen – corona-konform. Wer einen Test absolvieren muss, kann das am Raben: Test-Sets liegen bereit (3,50 Euro). Dann steht einem (irisch korrekten!) Whiskey nichts mehr im Wege. Am Sonntag, dem 6. Juni, nimmt der Pub am 11. KunstLandStrich teil: 10-18 Uhr wird Malerei gezeigt.

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