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Workshop für Nachwuchs-Artisten

Viele Partner ermöglichen das Zirkusprojekt auf der Kinder- und Jugendfarm in Hoyerswerda.

Die 7- bis 16-jährigen Teilnehmer des Zirkuscamps lernten bei Artist Tasso Witopil. Unterstützt wurde er von Co-Trainerin Jaqueline Mietasch von der Kinder- und Jugendfarm.  Foto: Katrin Demczenko
Die 7- bis 16-jährigen Teilnehmer des Zirkuscamps lernten bei Artist Tasso Witopil. Unterstützt wurde er von Co-Trainerin Jaqueline Mietasch von der Kinder- und Jugendfarm. Foto: Katrin Demczenko © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Einwöchige Zirkuscamps in den Ferien werden auf der Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda, die sich in der Trägerschaft des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen (CSB) befindet, regelmäßig organisiert. Doch dass das Angebot dieses Jahr während der Schließzeit der Einrichtung, in der eine neue Lehrküche mit Projektunterrichtsraum eingebaut wird, überhaupt stattfinden konnte, wurde nur mit der Hilfe von vielen Partnern möglich.

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Die nahegelegene Christliche Schule Johanneum stellte wie immer ihre Turnhalle für das Artistik- sowie Tanztraining der Kinder zur Verfügung und erstmals auch die Mensa, war von der Farmmitarbeiterin Swetlana Richter zu erfahren. Eine Firma aus Bernsdorf lieferte den 35 Mitgliedern der Zirkusgruppe „Lausitzer Jumping Smileys“ Verpflegungsbeutel, weil man auf der Kinder- und Jugendfarm derzeit nicht kochen und Speisen zubereiten kann.

Erworbenes Können präsentiert

Grundlagen der Parterre-Akrobatik, des Einradfahrens und des Jonglierens vermittelte den 7- bis 16-jährigen Camp-Teilnehmern der Artist Tasso Witopil, der extra aus Dresden nach Hoyerswerda gekommen ist. Die achtjährige Thora freute sich, bei ihm das Einradfahren erlernt zu haben. Sie hat ihr neu erworbenes Können gemeinsam mit den anderen Jungartisten gestern zum Projektabschluss den Farmmitarbeitern gezeigt. „Vor den Eltern ist das wegen der Corona-Pandemie leider nicht möglich gewesen“, erklärt Swetlana Richter.

Die zehnjährige Greta aus einem Dorf bei Görlitz übte für diesen Auftritt mit ihren neuen Freundinnen unter Anleitung von Tasso Witopil, menschliche Pyramiden zu bauen. „Dazu brauche ich Konzentration und Kraft“, erklärte das Ferienkind, das sich gern bewegt und in Hoyerswerda erste Erfahrungen als Artistin sammelte. Greta erzählte auch von einer Maskenbildnerin, die sie hübsch geschminkt hat. Das war Anne Haase vom Sorbischen Nationalensemble (SNE) Bautzen, die allen jungen Künstlern Tipps gab, wie sie sich selbst schminken können, ergänzt Swetlana Richter.

Bislang unentdeckte Talente

Dieses Jahr war der Ansatz des Camps, dass jeder Teilnehmer mit allen Trainern arbeitet und feststellt, welche unentdeckten Talente vielleicht in ihm schlummern. Zwei Bautzener Tanzlehrerinnen, Alexandra Wagner vom SNE und Daryna Siska aus einem Tanzstudio, erarbeiten mit den Jungen und Mädchen einen Marsch und eine Polka. Die achtjährige Anastasia war davon begeistert, weil sie ansonsten in einem Fitnessclub tanzt und hier etwas neues lernen konnte. Mit dem Satz: „Auch in Corona-Zeiten kann man Spaß haben“, beschreibt sie die Atmosphäre im Zirkuscamp.

Gelder aus Bundesprogramm

Der CSB-Geschäftsführer Peter Neunert dankt allen Beteiligten, die Corona-bedingt teilweise kurzfristig für einige seit Jahren im Workshop tätige Artistiktrainer eingesprungen sind. Das Projekt wurde finanziert über das Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, genauer gesagt aus dem Unterprogramm „Künste öffnen Welten“ der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung.

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