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Zwischen Bauarbeiten und Besinnlichkeit

Der Umbau schreitet voran und der Advent hält trotz Schließung Einzug auf der Kinder- und Jugendfarm.

Neben den Figuren von Michael Fischer-Art sind nun weitere Vertreter der Lausitz zur Krippe der Jugendfarm Hoyerswerda hinzugekommen.
Neben den Figuren von Michael Fischer-Art sind nun weitere Vertreter der Lausitz zur Krippe der Jugendfarm Hoyerswerda hinzugekommen. © Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Auch, wenn keine Kinder auf der Kinder- und Jugendfarm unterwegs sind wie sonst, passiert doch einiges auf dem Gelände. Denn das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen (CSB) hat wegen umfangreicher Baumaßnahmen seit September die Einrichtung geschlossen. Das Erdgeschoss wurde seitdem wesentlich umgestaltet, und das Baugeschehen befindet sich nun auf der Zielgeraden.

Die Raumaufteilung wurde zugunsten eines neuen großen Raumes verändert, der bald eine Lehrküche sein soll. Die Arbeiten sind so weit vorangeschritten, dass im nächsten Schritt gefliest werden soll und danach die Küchengeräte installiert werden. Mitten im Raum werden mittels einer Insellösung vier Arbeitsplätze für je vier Personen geschaffen. Es steht somit jeweils eine vollwertige Küche mit Arbeitsplatte, Kochfeld, Spüle und Abluft bereit.

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Sowohl Kinder und Jugendliche als auch ältere Menschen sollen künftig diese Küche nebst Projektraum nutzen können. Denn mit der neuen Ausstattung möchte Peter Neunert, der CSB-Geschäftsführer, auch das Angebot erweitern. Das Thema Ernährung und Lebensmittel spielt schon seit einiger Zeit eine wichtige Rolle auf der Farm und kann damit nun auf ein neues Level gehoben werden.

„Wir gehen davon aus, im Januar öffnen zu können“, zeigt sich Peter Neunert mit dem Baufortschritt zufrieden. Der Projektunterricht wird vermutlich erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder möglich sein. Diese Zwischenzeit soll dann dafür genutzt werden, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Neben der großzügigen Küche liegt der Projektraum, der durch eine spezielle Deckenverkleidung über eine bessere Akustik verfügt. Beide Räume können durch eine flexible Wand verbunden oder getrennt werden. Ein Bildschirm und entsprechende Technik sollen eine Übertragung ermöglichen.

Für Bauleiter Thomas Gröbe war es eine besondere Herausforderung alles in die bestehende Fläche – begrenzt durch die Außenwände – zu planen. Daher wurden an einigen Stellen flexible Lösungen gesucht, um den Raum bestmöglich zu nutzen. Überhaupt war es auch nötig, bei der Umsetzung nun alle beteiligten Firmen möglichst gut zu organisieren. „Hier können nicht fünf Firmen auf engem Raum arbeiten“, erklärt Thomas Gröbe die enge und genaue Taktung der Arbeiten. Auch Bernd Latta, der tagtäglich auf der Farm die Tiere versorgt, lobt die gute Abstimmung der Gewerke. Peter Neunert ergänzt: „Wir sind gut im Plan.“ Es sind ausschließlich Unternehmen aus der Region beschäftigt, was auch eine gewisse Flexibilität beim Einsatz ermöglicht, stellen alle bei der Begehung fest. Weiterhin wurden die Sanitärraume umgebaut, eine Behindertentoilette ergänzt. Ein überfahrbarer Duschplatz ist ebenfalls enthalten. Ein barrierefreier Zugang ist über die Terrasse möglich.

Peter Neunert äußert die leise Hoffnung, wenigstens vor dem Weihnachtsfest einmal den Ofen in der neuen Lehrküche anzustellen – um Plätzchen zu backen.

Doch auch in anderer Form bereitet sich die Farm auf die Weihnachtszeit vor. Denn vergangenen Donnerstag wurde die Krippe wieder, für Passanten gut sichtbar, an der Seite zur Elsterstraße aufgestellt. In diesem Jahr wurde weitere Figuren ergänzt. Nun wohnen der Heiligen Familie auch ein Bergmann und – als Kind dieser Stadt – Tony Jantschke im Trikot und mit dem Ball am Fuß. Damit soll der starke Bezug zur Lausitz dargestellt werden und ebenfalls, dass jeder willkommen ist. Dieter Wersch aus Wittichenau hat diese beiden Figuren beigesteuert. Bis die Kinder- und Jugendfarm wieder für Besucher geöffnet ist, lädt die Krippe zum Verweilen ein.

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