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Sport

HSV probt offenbar Einsatz von Pyrotechnik

Nach einem Bericht plant der Klub, kontrolliert eine Pyroshow abzubrennen. Vergangene Saison mussten die Hamburger die meisten Strafen zahlen.

© dpa/Marius Becker (Symbolfoto)

Hamburg. Fußball-Zweitligist Hamburger SV soll nach einem Bericht der "Sport Bild" erwägen, vor einem ungenannten Rückrundenspiel im Volksparkstadion kontrolliert Pyrotechnik abzubrennen. 

Der Verein habe in Anwesenheit von Experten, Feuerwehr und Fans bereits eine Pyro-Show mit Rauchtöpfen getestet, berichtete das Magazin am  Mittwoch. Dabei sollen die Töpfe in einem Sicherheitsbereich zwischen Tor und Nordtribüne gezündet worden sein. Der HSV wollte sich zu der Thematik vorerst nicht äußern.

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In der vergangenen Saison war der Verein zu 294.000 Euro Strafe wegen Zündens von Pyrotechnik durch Fans verurteilt worden. Damit hatte er die unrühmliche Spitzenposition inne. Weil einige Anhänger den Pyro-Einsatz im Stadion als Teil der Fankultur ansehen und darauf nicht verzichten wollen, sucht der HSV nach neuen Wegen. 

Das kontrollierte Abbrennen in einem Sicherheitsbereich unter Aufsicht würde nicht zu Sanktionen durch den DFB führen. Ungewiss ist jedoch, ob die Ultras im Gegenzug das verbotene Zünden von Raketen und Bengalos unterlassen würden.

Auch bei Hamburgs Ligakonkurrenten Dynamo Dresden ist das Thema Pyrotechnik seit Jahren brandaktuell. Erst beim vergangenen Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden wurden im K-Block wieder Bengalos gezündet.  Regelmäßig muss der Verein wegen solcher Vorkommnisse Strafe zahlen, zuletzt im September 4.800 Euro nach einer Pyroshow im DFB-Pokal gegen Dassendorf im August. 

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„Wir würden uns wünschen, dass es zu diesem Thema künftig wieder einen institutionalisierten Dialog zwischen den aktiven Fanszenen, Vereinen und Verbänden in Deutschland gibt“, erklärte Dynamo-Geschäftsführer Michael Born Anfang des Jahres. 

Zuvor hatte Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des HSV, die Debatte angestoßen. Sein Vorschlag: Feuerwerk im Stadion unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. Dynamo gehörte zu den ersten, die diese Initiative unterstützten. (dpa, SZ/hoe)

Vergangenen Freitag wurde Dynamos Führungstreffer gegen Wiesbaden von einigen Fans mit Bengalos bejubelt.
Vergangenen Freitag wurde Dynamos Führungstreffer gegen Wiesbaden von einigen Fans mit Bengalos bejubelt. © Robert Michael/dpa