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Huckelpiste verschwindet nächstes Jahr

Die Arbeiten am Kanalnetz und der Kläranlage in Schönerstädt sind abgeschlossen. Der Straßenbau aber noch nicht.

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© André Braun

Von Sylvia Jentzsch

Hartha. Noch fehlt nach dem Kanal- und Kläranlagenbau in Schönerstädt der Einbau der ordentlichen Schwarzdecke. Bis dieser beginnen kann, müssen sich die Anwohner noch etwas gedulden. Um den Einbau der Deckschicht realisieren zu können, fehlen der Stadt 30 000 Euro.

„Der Tiefbau war so nicht geplant. Während der Arbeiten wurde festgestellt, dass die Straße nur wenig Unterbau hat. Der Rest der Decke, die wieder geschlossen werden sollte, war nicht mehr tragfähig“, begründet Bauamtsleiter Ronald Fischer die Notwendigkeit einer kompletten Deckenerneuerung. Um die Straße in der Dorfmitte befahrbar zu machen, wurde bereits eine Tragschicht eingebaut. Die ist allerdings etwas holprig. Der Einbau der sogenannten Deckschicht ist für das nächste Jahr geplant. Die Stadt will dafür unter anderem Fördergeld einsetzen.

Ein Schönerstädter äußerte sich zur Ratssitzung auch verwundert über den hohen Zaun, der um die neu gebaute Kläranlage gezogen worden ist. Er empfand das als Geldverschwendung. Doch der hohe Zaun ist vor allem zum Schutz der Kinder notwendig. Diese seien oft unternehmungslustig und würden in einem niedrigen Zaun die Herausforderung sehen, ihn zu überwinden. „Die Anlage befindet sich mitten im Ort. Werden die Deckel abgehoben und ein Kind fällt in das Loch, besteht die Gefahr des Ertrinkens“, so Thorsten Mahler, der für den Abwasserzweckverband (AZV) Leisnig für dieses Projekt zuständig ist. Die Deckel wiederum müssten für Arbeiten an der Anlage zu öffnen sein.