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Hunderte Millionen Asiaten von steigendem Meeresspiegel bedroht

Bangkok. In gut zehn Jahren könnten in Asien 400 Millionen Menschen durch steigende Meeresspiegel bedroht sein. Das schreibt die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) in einem Bericht, den sie gestern in Bangkok vorgestellt hat.

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Bangkok. In gut zehn Jahren könnten in Asien 400 Millionen Menschen durch steigende Meeresspiegel bedroht sein. Das schreibt die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) in einem Bericht, den sie gestern in Bangkok vorgestellt hat.

Die Organisation rechnet damit, dass in den nächsten 30 Jahren weitere 1,1 Milliarden Menschen in die asiatischen Städte ziehen. Viele davon liegen in Küstennähe. Dadurch steigt die Zahl der Gefährdeten immer weiter. „Städte wie Bangkok, Dhaka, Ho-Chi-Minh-Stadt und Tianjin laufen große Gefahr, überschwemmt zu werden“, schreibt die ADB.

Fast die Hälfte aller Stadtbewohner weltweit lebten in Asien, heißt es in dem Bericht. In gut zehn Jahren seien 21 der weltweit 37 Megastädte in Asien zu finden. Die Luftverschmutzung koste in Asien im Jahr schon rund 500000 Menschenleben. Zwei Drittel der Städte verfehlten die EU-Standards für erträgliche Luftqualität.

Der Kontinent müsse daher dringend die Weichen für eine grüne Entwicklung seiner Städte stellen. „Das rasante Wachstum der städtischen Bevölkerung hat die Umwelt stark belastet“, sagte Chefökonom Changyong Rhee und verwies auf Abfallberge, schlechte Luft und wachsende Slums. Er fordert politische Entscheidungen, die helfen, grünes Städtewachstum zu entwickeln. (dpa)