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Husarenhof-Video im Polizei-Fokus

Der Film mit fremdenfeindlichen Äußerungen entstand nach dem Brandanschlag. Der Urheber bleibt straffrei. Doch inzwischen werden neue Spuren verfolgt.

© MDR

Bautzen/Görlitz. Die Geschehnisse rund um den Brandanschlag auf den Husarenhof beschäftigen weiter die Justiz. Im Fall des im Netz kursierenden Handy-Videos mit Aufnahmen aus dem ausgebrannten Dach des früheren Hotels hat die Staatsanwaltschaft ein weiteres Verfahren eingeleitet. Dabei geht es um die Verbreitung der Aufnahmen, die wenige Tage nach dem Brand von einem Dachdecker während einer Begehung angefertigt wurden. Der Handwerker hatte den Anschlag dabei gelobt und mit rassistischen Äußerungen kommentiert.

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Die Ermittlungen gegen den Dachdecker waren unlängst eingestellt worden. Weil der Mann seine Äußerungen im nichtöffentlichen Raum getätigt habe – der Husarenhof war nach dem Brand polizeilich gesperrt – und ihm die spätere, bewusste Verbreitung nicht nachgewiesen werden konnte, gebe es laut Ermittler keinen Anhaltspunkt für eine Straftat. Wer das Video letztlich ins Netz gestellt hatte, sei unterdessen nicht mehr zu ermitteln, hieß es jüngst aus Görlitz. Fest steht aber: Das Video steht noch immer im Internet, kann auf YouTube und Facebook abgerufen werden. Beide Profile, auf denen das Video gepostet ist, tragen den gleichen Namen. In diesem Zusammenhang seien weitere Ermittlungen aufgenommen worden. Zu Einzelheiten wollte sich die Staatsanwaltschaft allerdings nicht äußern. (SZ/sko)