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Politik

Ibiza-Skandal: Strache stellt Anzeigen

Nach dem Skandal-Video und dem Bruch der rechtskonservativen Regierung in Österreich will der Ex-Vizekanzler jetzt gegen die Informanten vorgehen.

Heinz-Christian Strache
Heinz-Christian Strache © Helmut Fohringer/APA/dpa

Wien. Nach dem Skandal-Video von Ibiza und dem Bruch der rechtskonservativen Regierung in Österreich will Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) Anzeige gegen drei Personen erstatten. In einer Erklärung an die österreichische Nachrichtenagentur APA bezeichnete Strache diese als "mögliche Mittäter". Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wien lagen am Freitagmorgen noch keine solche Anzeigen vor.

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Auf welche Straftaten sich die Anzeigen beziehen, teilte Strache nicht mit. "Alles Weitere zu klären obliegt nun den Ermittlungsbehörden", so der Ex-FPÖ-Chef. Der 49-Jährige hält es für wahrscheinlich, dass noch weitere Personen an der Falle mitgewirkt haben, die am vergangenen Samstag zu seinem Rücktritt führte.

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Das im Sommer 2017 auf Ibiza heimlich aufgenommene Video zeigt, wie Strache mit einer vermeintlichen russischen Investorin über eine Zusammenarbeit redet. Dabei geht es auch um mögliche Staatsaufträge im Gegenzug für verdeckte Wahlhilfe für die FPÖ sowie um Einflussnahme auf Medien. Auf die Veröffentlichung folgte der Bruch der ÖVP-FPÖ-Regierung in Wien. Strache trat von all seinen Ämtern zurück.

Der FPÖ-Politiker geht laut APA nicht davon aus, dass es noch weiteres kompromittierendes Material gegen ihn gibt. "Anders als von einzelnen Medien behauptet, kann es auch kein weiteres, mich kompromittierendes Video- oder Ton-Material geben", teilte Strache mit. "Weder solches das Treffen auf Ibiza betreffend, noch solches, das davor oder danach entstanden ist." (dpa)