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Dresden

Dresden soll gegen Atomwaffen eintreten

Mehrere Organisationen fordern die Unterzeichnung eines deutschlandweiten Appells. Vor der Kreuzkirche hielten sie eine mehrtägige Mahnwache ab.

Mehrere Menschen haben in der vergangenen Woche vor der Dresdner Kreuzkirche eine Mahnwache für nukleare Abrüstung gehalten, darunter Superintendent Christian Behr (ganz rechts).
Mehrere Menschen haben in der vergangenen Woche vor der Dresdner Kreuzkirche eine Mahnwache für nukleare Abrüstung gehalten, darunter Superintendent Christian Behr (ganz rechts). © Christoph Boosen

Dresden. Vor 75 Jahren fielen Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Ausgehend vom Gedenken an die Schicksale beider Städte ist am Sonntagabend eine mehrtägige für Mahnwache in Dresden für eine atomwaffenfreie Welt zu Ende gegangen.

Die Organisatoren hatten an der Kreuzkirche dazu aufgerufen, Gesicht gegen die aktuellen Entwicklungen der nationalen und globalen nuklearen Aufrüstung zu zeigen. Passanten  wurden unter anderem mit Straßenmusik, Straßen-Kreidebildern, dem Modell einer Atombombe sowie Infotafeln mit den häufigsten Aussagen über Atomwaffen zum Stehenbleiben animiert.

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An der Mahnwache nahm auch Dresdens Zweite Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch teil.
An der Mahnwache nahm auch Dresdens Zweite Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch teil. © Christoph Boosen

Mit dabei war Dresden Zweite Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke). Sie habe versprochen, Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) die Unterzeichnung des ICAN-Städteappells vorzuschlagen. Dabei handelt es sich um die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, die 2017 den Friedensnobelpreis erhielt. "Mit dem Beitritt Dresdens zu diesem Städteappell würde Dresden den Kreis der Landeshauptstädte sowie aller sächsischen Großstädte vollenden und ein starkes Signal senden, dass Deutschland dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten solle", so die Organisatoren. Leipzig, Chemnitz, auch Zwickau stehen bereits auf der Liste derjenigen, die sich bei der Bundesregierung stark machen wollen, dem Verbotsvertrag zu folgen.

Organisiert wurde die Mahnwache vom Ökumenischen Informationszentrum und der Aktionsgemeinschaft Frieden Dresden mit Unterstützung der Ortsgruppen von Pax Christi, Greenpeace, Attac und der Friedensinitiative Dresden. (SZ)

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