merken

Idee der Gartenschau nicht aufgegeben

Birgit Ulbricht über den Umbau des Großenhainer Naturerlebnisbades

© Kristin Richter

Auch wenn die eigentliche gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Naturbadplaner noch nicht einmal begonnen hat, steht fest: Finanziell setzt Großenhain zu. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sie die geforderten 1,8 Millionen Schadensersatz bekommt.

Selbst wenn – der faktische Neubau kostet mehr. Mit einer Förderung wie vor Landesgartenschauzeiten ist auch nicht zu rechnen, schließlich kann man sich im Glanz dieses Bauprojektes, das praktisch einem Abriss gleicht, nicht mehr sonnen.

Dennoch sind die Großenhainer gut mit der Situation umgegangen. Sie haben sich Gedanken gemacht, wollten die Idee des natürlichen Badens retten, selbst dann noch, als die Stadt fast schon den Umbau zum klassischen Chlorbad beschlossen hatte.

Rathaus und Bürger haben sich nicht öffentlich gefetzt, beschuldigt und kritisiert – sie haben sich zusammengesetzt. Acht Jahre hat der Badbeirat aus Bürgern und Mitarbeitern der Ämter miteinander gearbeitet. Zwischendurch in wechselnder Besetzung, aber geräuschlos und mit einem Ergebnis.

Das technische Scheitern des Prestigeprojektes hat die Bürger zusammengebracht – das ist vielleicht einer der schönsten Effekte der Landesgartenschau 2002 – die Bürger haben die gute Idee vom Naturbad zu ihrer Idee gemacht und nicht mehr hergegeben, auch als es ganz schwierig wurde.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Der Garten ruft

Bei LandMAXX-Baumärkten und Bauzentren gibt es viele tolle Sonderangebote rund um das Thema Garten. Hier sind Sie rundum versorgt - in 11 Filialen direkt in Ihrer Nähe.

E-Mail an Birgit Ulbricht