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Ideen für Freitals Zukunft gesucht

Die CDU will wissen, wie sich die Freitaler ihre Stadt in 20 Jahren vorstellen. Am Donnerstag soll gemeinsam diskutiert werden.

© Karl-Ludwig Oberthür

Von Tobias Winzer

Freital. Einen Wolkenkratzer im Freitaler Stadtzentrum? Schifffahrt auf und eine Strandbar an der Weißeritz? Oder Profi-Fußball bei Stahl Freital? Niemand kann sagen, wie Freital in 20 Jahren aussehen wird. Aber man kann ja einmal Wünsche sammeln, wie die Stadt aussehen soll und dann darauf hinarbeiten. Mit diesem Ansatz veranstaltet der Stadtverband der CDU am Donnerstag eine öffentliche Ideenwerkstatt in den Ballsälen Coßmannsdorf. Die Leitfrage dabei: Fühlen Sie sich dabei wohl, wenn in Freital alles bleibt, wie es ist?

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Entstanden ist die Idee für diese eher ungewöhnliche Form der Bürgerbeteiligung vor einem Dreivierteljahr an einem Abend bei Freitals Ex-Oberbürgermeister Dietmar Lumpe. Mit dabei waren damals auch Freitals neuer Finanzbürgermeister Peter Pfitzenreiter und Steffen Üregi, Mitglied im Stadtverband. „Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, einfach mal Ideen und Visionen für Freital aufzuschreiben“, sagt Pfitzenreiter. „Da haben wir gesagt, dass man so etwas eigentlich auch einmal in größerer Runde machen müsste.“ Parteikollege Üregi ergänzt: „Wir wollen das Ohr weit aufmachen.“

Damit sich möglichst viele Interessierte an dem Abend beteiligen, läuft die Veranstaltung ganz bewusst nicht vordergründig unter der Flagge der CDU. Niemand soll sich vom Parteilogo abgeschreckt fühlen. Es sei auch nicht das Ziel, Mitgliederwerbung mit der Veranstaltung zu betreiben, so Üregi. „Es geht uns um die Stadt.“

Der Abend wird von einer „interessanten Persönlichkeit“ moderiert, sagen Pfitzenreiter und Üregi. Mehr wollen die beiden CDU-Politiker noch nicht verraten. Damit jeder, der zu Wort kommen will, auch seine Idee vortragen kann, gibt es besondere Spielregeln. Zunächst werden die Teilnehmer an der Ideenwerkstatt an verschiedene Tische verteilt. Dort können die einzelnen Vorschläge im kleinen Kreis diskutiert und aufgeschrieben werden. Anschließend kommen die dort gesammelten Ideen an eine Pinnwand und können abschließend von den Teilnehmern mit einem grünen oder roten Punkt unterstützt oder abgelehnt werden. „Dadurch bekommen wir eine Tendenz, was den Freitalern wirklich wichtig ist“, so Üregi.

Auf jeden Fall verhindert werden soll, dass die Vorschläge in irgendeiner Schublade verschwinden. Sie sollen deswegen bildlich festgehalten werden. Wer will, kann sich auch per E-Mail über den Fortgang seiner Idee informieren lassen. Neben dem Bürgermeister Pfitzenreiter werden auch Oberbürgermeister Uwe Rumberg und mehrere CDU-Stadträte an dem Abend teilnehmen. „So kommen die Ideen genau dort an, wo sie Gehör finden“, sagt Pfitzenreiter. Er kann sich vorstellen, dass an dem Abend zum Beispiel auch über das neue Stadtzentrum diskutiert wird.

Ob und wie genau die Vorschläge umgesetzt werden, müsse man dann in den Haushaltsverhandlungen in den kommenden Jahren sehen, so der Finanzbürgermeister. „Es gibt aber auch sicher Ideen, die sich ohne Aufwand verwirklichen lassen.“

„Wir für Freital – Ideen für unsere Stadt“; 10. November, 19 Uhr; Ballsäle Coßmannsdorf, An der Kleinbahn 1; Beginn 19 Uhr