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IG Metall-Vorstand nimmt an Soli-Tour bei Borbet teil

Wolfgang Lemb hat sich zur Situation am ostsächsischen Standort geäußert. Die Gewerkschaft hat konkrete Forderungen.

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Blick auf das Betriebsgelände von Borbet in Kodersdorf.
Blick auf das Betriebsgelände von Borbet in Kodersdorf. ©  SZ-Archiv / André Schulze

Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, hat am Freitag an der IG Metall- Solidaritäts-Tour bei der Borbet Sachsen GmbH in Kodersdorf teilgenommen. "Nach der Kündigung des Tarifvertrags bei Borbet in Solingen wird an allen Standorten des Leichtmetallfelgen-Herstellers eine Solidaritäts-Tour durch die Beschäftigten organisiert. Gemeinsam wollen die Kolleginnen und Kollegen die Beschäftigten in Solingen in ihrem Kampf zum Erhalt des Tarifvertrages unterstützen und standortübergreifende Solidarität zeigen", heißt es in einer Pressemeldung der Gewerkschaft.

Gleichzeitig machten die Beschäftigten der Borbet Sachsen GmbH, gemeinsam mit den anderen nicht tarifgebundenen Produktionsstandorten klar, dass sie hinter der IG Metall-Forderung zur Übernahme der jeweils geltenden Flächentarifverträge für die gesamte Borbet Gruppe in Deutschland stehen. Der sächsische Borbet-Standort zeigte die IG Metall-Flagge und unterstützte die gemeinsam mit der Solidaritäts-Tour von allen deutschen Borbet-Standorten gestartete Unterschriftenaktion. Diese Unterschriftenaktion solle der Geschäftsleitung zusätzlich zeigen, dass es den Kollegen ernst ist. Der Tarifvertrag in Solingen und die Tarifbindung für alle deutschen Borbet-Produktionsstandorte sollen unangetastet bleiben.

In den Gesprächen mit den Beschäftigten vor Ort unterstützte Wolfgang Lemb die berechtigten Forderungen und sagte: "Im Rahmen der heutigen Solidaritätsaktion habe ich mir ein Bild über die aktuelle Situation hier bei Borbet in Kodersdorf machen können. Dieser hochmoderne Standort hat die niedrigsten Löhne in der gesamten Borbet Gruppe." Das müsse sich ändern. "Die Kollegen brauchen auch hier entsprechende Tariflöhne." Deshalb ruft der Gewerkschaftler die Belegschaft dazu auf, sich am Kampf für die mittel- und langfristigen Ziele zu beteiligen.

Uwe Garbe, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Ostsachen ergänzte: „Ein wesentliches Ziel der IG Metall Ostsachsen ist es, die Tarifbindung in Ostsachsen weiter auszubauen. Da sind wir auf einem guten Weg. Ostsachsen ist Zukunft, aber nur mit Tarifverträgen. Die Region entwickelt sich weiter positiv, das muss auch bei den Beschäftigten spürbar werden.“

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