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Wirtschaft

Ikea-Mitarbeiter legen Arbeit nieder

Im Tarifstreit im Einzelhandel ruft die Gewerkschaft Verdi zu den ersten Arbeitsniederlegungen auf. Auch in Dresden sind Kunden davon betroffen.

© Ina Fassbender/dpa

Magdeburg/Zeitz/Dresden. Im Tarifstreit im Einzelhandel in Sachsen und Sachsen-Anhalt ruft die Gewerkschaft Verdi zu den ersten Arbeitsniederlegungen auf. Am Mittwoch seien Beschäftigte in Dresden, Magdeburg und Zeitz zum ganztägigen Ausstand aufgerufen, teilte Verdi in Leipzig mit.

In Magdeburg seien unter anderem Kaufland, Edeka und H&M betroffen, in Dresden werde der Textileinzelhandel und Ikea bestreikt. In Zeitz sollten sich Beschäftigte bei Kaufland beteiligen. Laut Verdi arbeiten rund 256.000 Beschäftigte in den drei Ländern in der Handelsbranche.

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Die Tarifverhandlungen für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren am 22. Mai in Weimar aufgenommen worden. Die Vorstellungen beider Parteien liegen weit auseinander. Verdi fordert zwei Cent mehr Lohn pro Minute und eine Laufzeit von nicht einmal einem Jahr. Im Durchschnitt solle ein Plus von 7,6 Prozent erreicht werden, für Azubis soll es 100 Euro mehr geben. 

Die Arbeitgeber bieten zweistufige Lohnsteigerungen binnen 24 Monaten an: Im ersten Jahr soll es für die Beschäftigten 1,5 Prozent mehr geben, im zweiten noch einmal 1,0 Prozent.

"Die Beschäftigten sind enttäuscht, wütend und sauer, mit Wertschätzung hat das nichts zu tun, deswegen rufen wir am Mittwoch zum Streik auf", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 19. Juni werde es weitere Aktionen im Einzelhandel geben. (dpa)