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Gesundheit

Im Alter: Regelmäßige Bewegung beugt Stürzen vor

Die Angst vor dem Hinfallen kann ältere Menschen lähmen. Sie verzichten auf Spaziergänge. Das Problem wird dadurch aber nur größer.

Wenn ältere Menschen Angst vor Bewegung haben und Besorgungen nicht mehr selbst machen wollen, sollte geholfen werden.
Wenn ältere Menschen Angst vor Bewegung haben und Besorgungen nicht mehr selbst machen wollen, sollte geholfen werden. © Freepik.com/Designed by pressfoto (Symbolfoto)

Bewegung ist gut für den Körper - das gilt auch im Alter. Gerade wer unsicher beim Gehen ist, sollte regelmäßig aktiv sein, um seine Beweglichkeit und seine Koordination zu trainieren. Sonst lassen die Muskelkraft und der Gleichgewichtssinn nach. Das erhöht etwa die Gefahr von Stürzen, warnt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Wer stürzt, ist durch diese Erfahrung eventuell verunsichert und bewegt sich noch weniger. Das könne zu einem Teufelskreis werden.

Darum sind auch Angehörige gefragt. Sie sollten Ältere dazu motivieren, noch möglichst viel selbst zu schaffen - sich anziehen zum Beispiel. Das fördert die Selbstständigkeit und zugleich den Bewegungsradius. Wichtig ist: nicht überreden, drängen oder gar zwingen. Es muss freiwillig passieren.

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Augen und Ohren regelmäßig untersuchen lassen

Wer gut sieht und hört, ist sicherer unterwegs. Aus dem Grund rät das ZQP, Brillen und Hörgeräte stets zu nutzen und die Augen und Ohren regelmäßig testen zu lassen. Auch im Haushalt lässt sich die Sturzgefahr senken: durch Haltegriffe und Handläufe zum Beispiel oder Lampen mit Bewegungsmeldern.

Läufer, Schwellen und Kabel sind typische Stolperfallen, die man lieber entschärft. Kleidung und alltägliche Gegenstände wie die Fernbedienung sollten leicht erreichbar sein.

Nebenwirkungen von Medikamenten beachten

Manche Medikamente können Nebenwirkungen haben, die das Sturzrisiko erhöhen - indem sie müde machen, für akuten Harndrang sorgen oder zu Verwirrung führen, wie die Pflegeexperten erläutern. Beobachtet man diese Art von Symptomen, sollte man sich ärztlichen Rat einholen.

Wer unsicher ist, was körperlich noch möglich ist und was nicht, kann sich in einer Physiotherapiepraxis einen Bewegungsplan mit Übungen erstellen lassen. Krankenkassen oder Gemeinden machen möglicherweise Angebote, die man nutzen kann: Sitzgymnastik zum Beispiel. (dpa/tmn)

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