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Im Fahndungsnetz verfangen

Zwei gesuchte und verurteilte Straftäter hat die Bundespolizei auf der A 17 verhaftet. Ins Gefängnis müssen die aber nicht.

© Marko Förster

Breitenau. Gleich zwei gesuchte Personen hat die Bundespolizei Berggießhübel auf der Bundesautobahn A 17 in Richtung Prag am Sonnabend verhaftet.

Am Nachmittag stellte sich bei einem Bulgaren (37 Jahre) heraus, dass der wegen Urkundenfälschung verurteilt wurde. Ein Gericht in Berlin hatte gegen ihn eine Ersatzfreiheitsstrafe von 90 Tagen verhängt. Zahlt er die noch offene Geldstrafe, so war in seinem Haftbefehl festgelegt, kann er die Einlieferung ins Gefängnis abwenden. Und das tat der Bulgare auch. Da er die geforderte Geldstrafe in Höhe von 1 476 Euro bei der Bundespolizei begleichen konnte, durfte er weiterreisen.

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Nur wenig später entdeckten Einsatzkräfte vom Bundespolizeirevier Breitenau einen Heranwachsenden, der zu Fuß auf der A 17 unterwegs war. Sie brachten den jungen Mann unverzüglich aus dem Gefahrenbereich und wollten am Parkplatz „Am Nöthnitzgrund“ seine Identität überprüfen. Er konnte jedoch keinen Reisepass oder sonstige den Aufenthalt legitimierende Dokumente vorweisen. In der polizeilichen Sachbearbeitung stellten die Beamten seine Identität trotzdem fest. Er ist irakischer Staatsangehöriger, 18 Jahre alt, und wurde von Schleusern nach Deutschland gebracht. Die Bundespolizei betreibt derzeit seine Zurückschiebung nach Bulgarien, heißt es aus der Bundespolizeiinspektion.

Die Kontrollen an der A 17 gingen indes weiter. Anderthalb Stunden später folgte die nächste Verhaftung, diesmal an der Anschlussstelle Bahretal. Ein Rumäne (31 Jahre) wurde aus dem Verkehr gezogen und kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass er wegen Unterschlagung in sieben Fällen vom Amtsgericht Coesfeld (Nordrhein-Westfalen) verurteilt worden war. Für seine kriminelle Vergangenheit hatte das Gericht gegen ihn eine Ersatzfreiheitsstrafe von 85 Tagen verhängt. Nach der Verurteilung bezahlte er zunächst 150 Euro, stellte dann aber die Einzahlungen an die Zentrale Zahlstelle der Justiz in Hamm ein. Seinen Haftantritt konnte der Mann trotzdem abwenden, er bezahlte die offene Geldstrafe von 850 Euro noch an der Autobahn und durfte somit den Polizeigewahrsam verlassen. (szo)