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Im Gleichschritt

Die Konkurrenz patzt, die Top-Teams siegen. Mohorn verliert ein absurdes Spiel.

Von Falk Rösler

Eine Steilvorlage an das Spitzenduo aus Langburkersdorf und Kesselsdorf, ihren ohnehin schon komfortablen Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz erneut auszubauen, hat am Sonnabend die übrige Konkurrenz in der Kreisliga A geliefert. Reinhardtsgrimma kam in Dorfhain nicht über ein 1:1 hinaus und dürfte aufgrund eventuell noch ausstehender Konsequenzen wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls ohnehin kaum als Aufstiegsanwärter infrage kommen. Für den DSV war der Punktgewinn gegen den Tabellendritten hingegen nach langer Durststrecke ein Erfolg. Andreas Wolf glich die frühe Gästeführung durch Sascha Pöschel noch vor der Pause aus.

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Weiter auf dem Vormarsch sind die Pretzschendorfer. In einem irren Spiel gewann der PSV sein Heimspiel gegen Mohorn nach 0:3 Rückstand noch mit 6:3. Die Klein-Tiroler dominierten die Partie eine gute halbe Stunde fast nach Belieben, fingen sich aber kurz vor der Pause ein unglückliches Gegentor zum 1:3-Halbzeitstand ein. Mit dem 2:3-Anschlusstreffer in der 62. Minute verlor ein Großteil der Elf von Spielertrainer Tony Heber jedoch völlig den Faden und ging im anschließenden Pretzschendorfer Sturmlauf völlig unter.

Ein starkes Auswärtsteam prägte auch lange Zeit die Partie Höckendorf gegen Kreischa. Die Dominanz des Aufsteigers dauerte bis in die Schlussphase hinein, wobei bis dato der 1:3-Rückstand den Gastgebern noch schmeichelte. „Wir hätten zu diesem Zeitpunkt lange höher führen müssen“, sagte ein enttäuschter TSV-Co-Trainer Marco Bauer nach dem Schlusspfiff. Dabei schien die Höckendorfer Aufholjagd mit einem von Spielertrainer Michael Trobsch in der 81. Minute verschossenen Elfmeter eigentlich schon beendet, noch bevor sie richtig begonnen hatte. Doch nach dem HFV-Anschlusstreffer in der 86. Minute wurde es dramatisch, und als Höhepunkt versenkte Torjäger Andre Trobsch in der vierten Minute der Nachspielzeit einen direkten Freistoß zum 3:3-Endstand.

Nicht vollständig, sprich mit einem Sieg für eine gute Auswärtsleistung, konnten sich auch die Altenberger in Ullersdorf belohnen. Auf dem bekannt schwierigen Geläuf egalisierte Peter Krumpolt die Ullersdorfer Pausenführung. Keine Blöße gaben sich am Sonntagnachmittag die beiden designierten Kreisoberliga-Aufsteiger. Beim 5:1 von Langburkersdorf über Aufsteiger 1. FC Pirna II lieferte Jan Rehacek eine One-Man-Show ab und erzielte alle SSV-Treffer.

Etwas Anlauf brauchten hingegen die Kesselsdorfer gegen Wilsdruff II (3:0). Dazu konnten sich die Gastgeber bei ihrem Torwart Tom Eltzschig bedanken, der einen Elfmeter der Gäste entschärfte. Kurz vor der Pause schlug dann SG-Spielertrainer Paul Seifert das erste Mal zu und erhöhte gleich nach Wiederanpfiff mit seinem fünfzehnten Saisontreffer auf 2:0.

„Damit war der Widerstand der stark beginnenden Wilsdruffer gebrochen. Wir genießen jetzt das kommende freie Wochenende, um danach die Hinrunde, hoffentlich weiter so erfolgreich, abzuschließen“, sagte Seifert.

Den erhofften Dreier schaffte die Hainsberger Reserve beim Tabellenletzten in Graupa. Spielertrainer Robin Krämer lobte allerdings trotz des klaren 5:1 nicht nur sein Team. „Der TSV spielte so gar nicht wie ein Schlusslicht. Zum Glück haben wir heute endlich einmal unsere Chancen gut genutzt und so auch verdient gewonnen.“