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Im Gleichtakt auf dem Eis

Gina Jäschke ist mit ihrem Chemnitzer Team Deutsche Nachwuchsmeisterin im Synchroneiskunstlaufen.

© André Braun

Von Sylvia Jentzsch

Hartha. Gina Jäschke aus Wendishain ist eine Eisprinzessin. Sie gehört zum Team Skating Graces Novice des Chemnitzer Eislaufclubs, das die Nachwuchsmeisterschaften im Synchroneiskunstlaufen gewann. Der Mannschaft ist nach mehr als zehn Jahren gelungen, die mehrfachen deutschen Meister aus Berlin zu besiegen. „Wir schauten gespannt auf die Wertungstafel. Erst konnten wir nicht fassen, dass wir gewonnen haben. Dann brach der Jubel los“, erzählt Gina Jäschke. Weil sonst immer die Berliner gewannen, seien die Chemnitzer ziemlich pessimistisch in den Wettkampf gegangen. „Die 16 Starterinnen zeigten eine sehr schöne Kür und sie haben sich sehr gut als Team verkauft“, sagte Mutter Monique Jäschke. Man habe kaum das Kratzen der Kufen gehört, weil die Läuferinnen fast perfekt in der Technik waren.

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Um solche Ergebnisse erzielen zu können, trainiert die Zwölfjährige jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag in Chemnitz. Vor Wettkämpfen ist sie auch sonnabends zum Sondertraining in der Eishalle anzutreffen. „Jedes Element wird dabei einzeln geprobt“, so die Oberschülerin. Auch nach dem großen Erfolg geht das Training weiter. Am 20. und 21. Februar geht es zum Frühlingscup nach Mailand. Dann treten die Läuferinnen gegen acht Teams aus Europa an. „Unser Ziel ist es, aufs Treppchen zu kommen“, so Gina Jäschke

Die Eltern überzeugt

Zum Eiskunstlaufen ist Gina wegen ihrer Freundin gegangen. Damals waren ihre Eltern von diesem Wunsch nicht sehr begeistert. „Sport sollte unsere Tochter treiben. Wir hatten da eher an Leichtathletik oder Schwimmen gedacht“, sagte Monique Jäschke. Doch kurz vor ihrem fünften Geburtstag hatte es Gina geschafft, ihre Eltern von dem in der Region außergewöhnlichen Hobby zu überzeugen. Nachdem sie in der Vorschulgruppe die Grundkenntnisse des Eiskunstlaufens erlernte, wurde ihr von der damaligen Trainerin eher kein Talent für diesen Sport bescheinigt. „Mit viel Fleiß hat Gina mittlerweile die Trainer vom Gegenteil überzeugen können“, sagte die Mutter. Eine Synchroneislauf-Trainerin fragte Gina, ob sie sich den Teamsport vorstellen könne. Das war im Jahr 2012. Aus einem Hobby ist nun Leistungssport geworden. Um diesen auch mit der Schule in Einklang zu bringen, ist sie auf das Verständnis der Lehrer und der Schulleiterin angewiesen. Dabei gehe es nicht darum, die schulischen Forderungen herunterzuschrauben, sondern um Freistellungen vom Unterricht. „Das Versäumte muss ich dann eigenverantwortlich nachholen. Dabei helfen mir meine Klassenkameraden“, sagte Gina. Ein großer Wunsch von Gina ist, in die Meisterklasse von Chemnitz aufgenommen zu werden. Später könnte sich Gina einmal vorstellen, ehrenamtliche Eislauf-Trainerin zu werden.