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Im Markt gibt es jetzt auch Bargeld

Nachdem die Sparkasse ihren Geldautomaten abgebaut hat, springt Norma nun doch in die Bresche und zahlt jetzt Geld aus.

© Claudia Hübschmann

Von Jürgen Müller

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Krögis. Gute Nachricht vor allem für die älteren Einwohner von Krögis. Sie erhalten jetzt in ihrem Ort wieder Bargeld vom Konto. Das war lange Zeit nicht mehr möglich, nachdem die Sparkassen Meißen aus Kostengründen ihren Geldautomaten abgebaut hatte. Seitdem bemühte sich die Gemeinde um eine Lösung. Im Gespräch war auch eine Bargeldauszahlung im Norma-Markt. Die Handelskette war zwar bereit, Platz in dem Markt für einen Geldautomaten bereitzustellen, eine Auszahlung an den Kassen sei aber nicht möglich. Dafür fehlten die technischen Voraussetzungen, hieß es noch vor einem Jahr. Zudem müsste eine Bargeldauszahlung dann deutschlandweit umgesetzt werden, denn einer Ausnahme für Krögis werde von der Konzernleitung nicht zugestimmt.

Doch die hat sich inzwischen geändert. Bereits seit September vorigen Jahren zahlt Norma in ganz Deutschland in seinen Filialen Bargeld aus, so auch in Krögis. Die Auszahlung ist allerdings an eine Voraussetzung gebunden. Um an Bargeld zu kommen, muss der Kunde für mindestens 20 Euro im Norma-Markt einkaufen. Dann werden bis zu 200 Euro Bargeld ausgezahlt. Das ist auch in anderen Supermärkten wie bei Edeka in Stauchitz üblich. „Dem Kunden entstehen dabei keine Gebühren, und die Auszahlung ist für Kunden aller Banken möglich“, so Katja Heck, Leiterin des Zentralbereiches Werbung und Kommunikation bei Norma.

Die Sparkasse Meißen hatte zum Jahresende 2016 acht der 26 Filialen geschlossen. Dabei wurden die drei in Stauchitz, Schönfeld und Ebersbach ersatzlos gestrichen, also auch Geldautomaten und Kontoauszugsdrucken ausgebaut. Fünf weitere Filialen in Boxdorf, Zeithain, Coswig, Klipphausen und Großenhain wurden zu Selbstbedienungsstellen umgewandelt. Die SB-Stellen in Krögis, Meißen-Bohnitzsch und Zehren werden bereits Ende November 2016 ersatzlos geschlossen.

In Stauchitz und Schönfeld ist es gelungen, private Betreiber zu finden, die je einen Geldautomaten aufstellen. Dort ist zwar die Bargeldversorgung gesichert, jedoch in den meisten Fällen kostenpflichtig. Die Sparkasse selbst bietet an, Bargeld per Brief zu verschicken. Dies kostet für einen Brief mit maximal 500 Euro jedoch 3,90 Euro.