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Im Oktober ziehen Mieter ein

Im alten Möbelspeicher ziehen die ersten Senioren ein. Die Tagespflege kommt später dazu.

© Archiv/Klaus-Dieter Brühl

Von Birgit Ulbricht

Großenhain. Fünf der 35 Wohnungen sind vermietet. Doch die Akquise hat auch erst angefangen. Bis zum Jahresende soll das schon ganz anders aussehen, sagt Dirk Schumann, Objektleiter des Advita-Wohnprojektes „Möbelspeicher“. Eine kleine, aber entscheidende Änderung hat es seit dem Tag der offenen Tür im Juli noch gegeben – eine Zwei-Raumwohnung im Erdgeschoss gleich neben der geplanten Tagespflege ist nun ein Gemeinschaftsraum geworden. „Die Leute, die später nicht in die Tagespflege gehen wollen, können sich auch hier treffen“, so Dirk Schumann.

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Das ist natürlich gerade jetzt in der Übergangszeit besonders wichtig, denn mit dem Umbau des alten Gewölbes wird erst nächstes Jahr begonnen. Wenn alles fertig ist, können die Bewohner auch trockenen Fußes von ihren Wohnungen zur Tagespflege gehen, ohne vor die Tür zu müssen. Die Tagespflege steht allen offen, und sie hat einen doppelten Vorteil: Wer hier wohnt oder von außerhalb gebracht wird, kann die gemeinsame Geselligkeit suchen. „Für viele alte Leute ist doch der Besuch des Pflegedienstes die einzige Abwechslung des Tages“, beschreibt Schumann das Problem. 24 Plätze wird die Tagespflege anbieten. Und, das neue Pflegestärkungsgesetz, das seit Januar gilt, unterstützt ganz gezielt diese Form der ambulanten Betreuung. Das ermöglicht zum einen vielen Senioren länger zu Hause zu bleiben und doch tagsüber betreut zu werden – zum anderen ist das ein Konzept gegen Vereinsamung.

35 Wohnungen sind so im historischen Möbelspeicher über vier Etagen entstanden, sieben Einraumwohnungen um die 33 Quadratmeter und zwei Zweiraumwohnungen zwischen 55 und 63 Quadratmeter jeweils an den Giebelseiten. Natürlich gibt es Aufzug, Wirtschaftsräume, alle Zimmer haben Kochnischen. Mit den drei Demenz-Wohngruppen auf der gegenüberliegenden Seite entwickelt sich der Möbelspeicher damit zu einem der großen Betreuungsstandorte. Ein weiterer neuer Standort ist das „Alte Amtsgericht“ an der Meißner Straße. Auch hier sollten am 1. Oktober die ersten neuen Mieter in die altersgerechten Wohnungen einziehen. „Wir haben den Start jetzt auf den 1. Dezember geschoben“, sagt Jens Karitzki. Die Pflege wird hier die Diakonie übernehmen. Das „Alte Amtsgericht“ ist die erste Kurzzeitpflege in Großenhain.