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Pirna

Im Reisezug Polizisten angegriffen

Ein Mann hatte sich in der Toilette eingesperrt und verletzt. Als die Polizei ihn kontrollieren wollte, wehrte er sich mit Gewalt.

© Symbolfoto: Tobias Wolf

Gleich mehrere Straftaten werden einem Mann zur Last gelegt, der im Zug zwischen Bad Schandau und Dresden am Sonnabend sehr unangenehm aufgefallen ist.

Am Abend, kurz vor 19 Uhr, kontrollierten Bundespolizisten im Zug von Prag einen tschechischen Staatsangehörigen. Zuvor hatte sich der 33-Jährige in der Zugtoilette eingesperrt, wahrscheinlich, um der Kontrolle zu entgehen, und selbst verletzt. Als er das Örtchen verließ, konnte er den Beamten jedoch nicht entkommen. Sie kontrollierten den auffälligen Fahrgast. Aus seinem Rucksack ragte ein Baseballschläger heraus.

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Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann ein Haftbefehl bestand. Wegen diverser Straftaten, u.a. schweren Raubes, wurde dem tschechischen Staatsbürger die Freizügigkeit aberkannt und er darf bis September 2026 nicht nach Deutschland einreisen. Bei seiner Festnahme wehrte er sich und versuchte, die Polizisten mit einem Kopfstoß zu treffen. In der Bahnhofswache angekommen, war er äußerst verhaltensauffällig, so die Polizei, er versuchte immer wieder, sich selbst zu verletzen. Deshalb musste ein Notarzt verständigt werden. Bei der Durchsuchung fanden die Bundespolizisten noch ein Küchenmesser mit 13 Zentimeter langer Klinge im Reisegepäck, laut eigener Aussage benötige er das, um sich zu verteidigen. Ein gültiges Zugticket besaß der 33-Jährige nicht.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Freizügigkeitsgesetz, tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Erschleichens von Leistungen und Sachbeschädigung ein. Im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens wird gegen den Tschechen im Laufe dieser Woche die Verhandlung geführt. (SZ)

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