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Neues vom Promenadenring

Für den Abschnitt hinter dem Postplatz endete jetzt der Wettbewerb. Es gibt einen Sieger und eine alte Idee.

© Visualisierung: Plancontext GmbH Landschaftsarchit

Von Lars Kühl

Das Stadtbild zwischen Postplatz und Dippoldiswalder Platz wird sich demnächst radikal verändern. Während nach dem Teilabriss des alten Telegrafenamtes Neubauten auf der einen Seite der Marienstraße im Anschluss an den Block der Sächsischen Wohnungsgenossenschaft hochgezogen werden, entstehen zur Wallstraße hin vier Wohn- und Geschäftskomplexe, von denen einer schon fast fertig ist. Der gestaltete Spielplatz im Süden und das „Haus Postplatz“ im Norden markieren in etwa die Lage der Bastionen Merkur und Saturn der früheren Festungsmauer.

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Die historischen Bezüge sind wichtig für den Promenadenring um die Altstadt, für den es seit 20 Jahren Pläne gibt. Doch immer wieder scheiterten sie vor allem, weil Geld fehlt. Für den Westteil gibt es allerdings einen festgelegten Baustart: 2018. 3,5 Millionen Euro stehen bereit. Inzwischen können die Dresdner auch eine Vorstellung bekommen, wie das Grünflächenband in diesem Abschnitt aussehen wird. Für die künftige Gestaltung hat es einen Wettbewerb gegeben. 23 Beiträge wurden eingereicht. Ein Preisgericht, bestehend aus vier Fach- und drei Sachpreisrichtern unter dem Vorsitz der Münchner Landschaftsarchitektin Ursula Hochrein, hat einen Sieger gekürt: Plancontext aus Berlin.

Die Landschaftsarchitekten überzeugten die Jury mit einem „ruhigen Rahmen“ von Baumreihen entlang der Marienstraße sowie gegenüber der Flanierzone vor den westlichen Gebäuden. Dazwischen werden Wiesen angelegt, die zum Ausruhen einladen. Auf den Wegen, die als Promenade breit daran vorbeiführen und die Flächen kreuzen, werden zudem Bänke aufgestellt. Im Norden wird der Postplatz bis zum Beginn der Freiberger Straße durch einen Abschluss mit einbezogen. Um den Spielplatz auf der Südseite soll der Park „Merkur“ angelegt werden. Möglich ist auch ein kleiner Stadtpavillon am Dippoldiswalder Platz.

Die Planungen werden in den nächsten Monaten konkretisiert. Bei den Verhandlungen will die Stadtverwaltung auch prüfen lassen, ob zusätzlich zu den Grünflächen auch das Element Wasser berücksichtigt werden kann. Denn ursprünglich gab es Pläne, die auch mal öffentlich waren, auf denen ein Wasserband den Promenadenring an dieser Stelle durchzog. Die Spaziergänger gelangten über kleine Brücken auf die andere Seite. Allerdings wurde die Idee, die eine Wallanlage symbolisieren sollte, zunächst wieder verworfen. Auch aus Kostengründen, aber vor allem, weil die Marienstraße nicht mehr verlegt werden soll und damit weniger Platz für den Promenadenring zur Verfügung steht.

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