Teilen:

Mehr Anschläge auf Linken-Büros

© dpa

Die Linke in Sachsen verzeichnet eine Welle von Angriffen auf Büros ihrer Abgeordneten. Allein am Wochenende gab es drei neue. In einem Ort gab es besonders viele Anschläge.

Dresden. Die Linke in Sachsen verzeichnet eine Welle von Angriffen auf Büros ihrer Abgeordneten. So gab es allein an diesem Wochenende Anschläge in Freiberg, Hoyerswerda und Dippoldiswalde, wie Landesgeschäftsführerin Antje Feiks am Montag in Dresden sagte. „Das Büro von Caren Lay in Hoyerswerda ist in diesem Jahr schon zweimal angegriffen worden, insgesamt war es sogar schon der 26. Anschlag“, berichtete Feiks.

Zwar seien Büros von Linken-Abgeordneten schon seit längerer Zeit das Ziel solcher Attacken, seit Oktober vergangenen Jahres sei es aber zu einem Anstieg der Vorfälle gekommen. Wie Feiks sagte, vermutet die Partei, dass ihre Flüchtlingspolitik Auslöser für die Angriffe ist. „Zum Glück gab es bislang nur Sachschäden.“ Doch habe es auch schon Morddrohungen gegen Abgeordnete gegeben, die sehr ernst zu nehmen seien.

In Sachsen ist die Zahl der Angriffe auf Abgeordnetenbüros im vergangenen Jahr stark gestiegen. Besonders häufig trifft es neben der Linken auch die AfD. In Anspielung auf den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ twitterte die Linke Sachsen am Samstag denn auch: „Bissl wie #GroundhogDay (Murmeltiertag).“ (dpa)