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Bautzen

Immer mehr Opfer suchen Hilfe

Die Zahl der Ratsuchenden bei der Opferhilfe steigt. Ein Berater sieht den Grund dafür aber nicht bei einer Gewaltzunahme.

© Symbolbild: dpa

Bautzen. Insgesamt 154 Opfer haben im ersten Halbjahr dieses Jahres bei der Bautzener Opferhilfe Rat gesucht. „Wir verzeichnen einen enormen Zuwachs an Fallzahlen“, sagte ein Berater der Stelle der SZ.

Schon jetzt sei die Zahl an Ratsuchenden gekommen, die im Vorjahr erst Ende November erreicht worden war. 2018 kamen insgesamt 180 Ratsuchende in die Beratungseinrichtung. Es ging dabei um Fälle, wie sexualisierte oder häusliche Gewalt, Mobbing oder auch Stalking. Durch professionelle Unterstützung kann Betroffenen geholfen werden, ein Trauma oder andere Folgen der Erfahrungen zu bewältigen. „Die Dunkelziffer ist hoch“, sagte der Berater. Dass immer mehr Leute Hilfe suchen, müsse nicht heißen, dass es steigende Opferzahlen gibt. Themen wie Missbrauch und häusliche Gewalt geraten immer mehr in die Öffentlichkeit. Auch die Debatte um „Me too“ habe dazu beigetragen, dass Betroffene sich trauen, Rat zu suchen. (SZ/the)

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