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Dresden

Immer noch viel Müll an der Elbe

Die Stadt Dresden plädiert an die Besucher, ihren Abfall in die vielen Papierkörbe zu werfen. Doch die Faulheit siegt offenbar noch immer.

Eine von vielen Feier-Hinterlassenschaften des Wochenendes auf den Johannstädter Elbwiesen.
Eine von vielen Feier-Hinterlassenschaften des Wochenendes auf den Johannstädter Elbwiesen. © SZ/Kay Haufe

Zwölf leere Wein- und Schnapsflaschen, Essensreste in Plastebeuteln: Das muss eine ordentliche Sause gewesen sein, die da am Sonntagabend zwischen Johannstädter Fährgarten und Albertbrücke an den Elbwiesen gefeiert wurde. Die Party ist zu Ende, der Müll blieb liegen. Für die Mitarbeiter der Stadtreinigung ist das ein gewohnter Anblick. In den Sommermonaten von April bis September müssen sie viermal pro Woche ausrücken, damit sie es schaffen, den kompletten Müll auf den Wiesen zwischen Marien- und Albertbrücke einzusammeln. Außerhalb des Gebietes sind sie einmal wöchentlich unterwegs. Doch auch das reicht manchmal nicht, dann wird der Reinigungszyklus verdichtet, sagt die Stadt.

Man sollte meinen, dass die innerstädtischen 45 Papierkörbe beidseits der Elbe ausreichen, um den Müll der Elbwiesengäste aufzunehmen. Doch es geht den Feierfreudigen angesichts der Müllberge offenbar nicht um die Entsorgungsmöglichkeit.

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Denn erst Ende April hat die Stadt eine Aktion gestartet, um die Abfallmassen an der Elbe in den Griff zu bekommen. Drei Rollcontainer stehen auf Neustädter Seite zwischen Albertbrücke und Rosengarten sowie nahe der Prießnitzmündung und in Blasewitz am Gautschweg bereit. Letzterer stand dort nur eine Woche, dann wurde er ans Ufer gezogen und in die Elbe gestoßen. Inzwischen gab es aber keine weiteren Vorkommnisse, er ist wieder aufnehmbereit.

Angesichts lauer Sommerabende, damit einhergehendem Gästeaufkommen und großer Grilllaune an den Elbwiesen kontrollieren die Bediensteten des Ordnungsamtes jetzt dort verstärkt. Das Gebiet gehöre zu den täglich bestreiften Bereichen in Dresden, auch und gerade in den Abendstunden, sagt eine Sprecherin des Ordnungsamtes. Doch das könne nicht rund um die Uhr erfolgen, da auch andere Einsatzgebiete die Aufmerksamkeit der Bediensteten fordern.