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Gesundheit

Immer weniger Blutspender

Es ist überlebenswichtig, und doch oft sehr knapp. Nur ein Bruchteil der Menschen, die Blut spenden könnten, tut das auch.

Jedes Jahr werden in Deutschland 4,7 Millionen Liter an Blutprodukten transfundiert.
Jedes Jahr werden in Deutschland 4,7 Millionen Liter an Blutprodukten transfundiert. © dpa-tmn/Judith Michaelis

Greifswald. Die Blutspendeorganisationen in Deutschland bekommen immer weniger Spenden. Die größten Herausforderungen sind dabei die alternde Bevölkerung bei gleichzeitigem Rückgang der Geburten. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter verschiedenen Organisationen in ganz Deutschland.

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Durch den Geburtenknick in den Nachwendejahren ist Ostdeutschland besonders stark betroffen. "Uns fehlen wegen des demografischen Wandels 10 000 Blutspenden im Jahr", sagt Ulf Alpen von der Universitätsmedizin Greifswald. Eine feste Altersgrenze beim Blutspenden gibt es zwar nicht - Organisationen legen diese selbst fest. In der Regel dürfen Erstspender aber nicht älter als 65 sein.

Fernreisen und Veganer problematisch

Weitere Probleme der Blutspende in Deutschland: häufigere Reisen in tropische Länder und verstärkt vegane Ernährung. Wegen des Infektionsrisikos sind Tropen-Touristen teilweise für Monate für die Blutspende gesperrt. Veganer leiden häufig unter nährstoffbedingter Blutarmut und dürfen dann ebenfalls nicht spenden.

Jeder gesunde Mann kann in Deutschland bis zu sechs Mal im Jahr, jede Frau bis zu viermal im Jahr Blut spenden, ohne gesundheitliche Einschränkungen befürchten zu müssen. Doch nur drei bis vier Prozent der spendefähigen Menschen in Deutschland spenden auch tatsächlich Blut. Gespendet werden kann bei Krankenhäusern, gemeinnützigen Organisation oder privaten Unternehmen.

Nie mehr als ein halber Liter

Vor der Spende findet eine ärztliche Untersuchung statt. Das Blut wird auf Krankheitserreger und andere Auffälligkeiten getestet. Krankenhäuser und Unternehmen zahlen üblicherweise etwa 20 Euro für den 45-minütigen Zeitaufwand. Der Spender sollte vorher gut gesättigt sein und viel Wasser getrunken haben, um den Flüssigkeitsverlust gut ausgleichen zu können. Gespendet wird maximal ein halber Liter Blut, mit dem bis zu drei Menschen geholfen werden kann. (dpa/tmn)

Blutspende-Infos des DRK