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Immer weniger Firmen gehen im Landkreis Pleite

Die Zahl der Insolvenzen sinkt im ersten Halbjahr auf einen Tiefstand. Laut einer Studie sind aber viele Firmen ausfallgefährdet.

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Von Domokos Szabó

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 31 Unternehmen zahlungsunfähig geworden. Nach gestrigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Kamenz sind das 21 Insolvenzen weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Bereits 2009 ging die Zahl der Pleiten im Halbjahresvergleich zurück.

Am stärksten waren zwischen Januar und Juni Einzelunternehmen betroffen. 16 von ihnen gingen im Landkreis Pleite – doppelt so viele wie GmbHs. Auch bei Privatinsolvenzen wurde ein Minus registriert. Die Forderungen der Gläubiger lagen bislang insgesamt bei 30,2 Millionen Euro, das sind zwei Millionen Euro weniger als im ersten Halbjahr 2009.

Bundesweit rechnen Experten in diesem Jahr mit einem Höhepunkt der Pleitewelle. Das Statistische Bundesamt gibt die aktuellen Zahlen morgen bekannt. Grund für die negative Einschätzung ist die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise, die das finanzielle Fundament zahlreicher Unternehmen nachhaltig erschüttert hat. Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsauskunftei Creditreform sind in Deutschland rund 113000 Unternehmen insolvenz- oder ausfallgefährdet. Das seien 6,4 Prozent mehr als zu Beginn der Rezession. (mit dapd)