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Immer weniger neue Phaetons

In Sachsen ist die Bilanz von Volkswagen gemischt: Dresden fährt zurück, Zwickau legt zu.

© dpa/dpaweb

Von Nora Miethke

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Antrieb für die Zukunft

Hat die Natur schon vor Jahrmillionen den Antrieb der Zukunft „erfunden“? Drei Wissenschaftler der TU Dresden suchen im Wasser nach Antworten.

Dresden. Es wird Zeit, dass der neue Phaeton auf die Straße rollt. Denn das derzeitige Modell ist offenbar schon ein Auslaufmodell. Diesen Eindruck erweckt zumindest die Produktionsbilanz für 2014. Im vergangenen Jahr wurden in der Gläsernen Manufaktur in Dresden 4 061 Phaetons und 388 Bentleys montiert, teilte ein Sprecher auf Nachfrage der SZ mit. Im Jahr zuvor waren es 5 812 Phaetons und 55 Bentleys. Damit hat sich die Produktion im Vergleich zum Rekordjahr 2011 mehr als halbiert. Damals hatten die Dresdner wegen der großen Nachfrage in China über 11 000 Phaetons gebaut und ausgeliefert.

Das Nachfolgermodell soll im Herbst auf der Messe IAA in Frankfurt am Main präsentiert werden.

Für Europas größten Autobauer Volkswagen ist die Gläserne Manufaktur dennoch auf Vorjahresniveau. „Die Standorte Zwickau und Dresden haben das Vorjahresniveau bei der Produktion von Fahrzeugen im Luxussegment gehalten“, heißt es in der Mitteilung von VW Sachsen zur Jahresbilanz 2014. In Zwickau wird die Karosserie für den Phaeton gefertigt.

In Zwickau wie im Motorenwerk Chemnitz konnte die Produktion gesteigert werden. Im Fahrzeugwerk sorgte die Golffamilie für Auslastung. Es wurden 225 000 Golf und Golf Variant produziert. Insgesamt liefen 240 000 Fahrzeuge vom Band, 20 000 mehr als im Jahr zuvor. Dieses Plus wurde trotz größerer Umbauarbeiten und des Produktionsstartes vom neuen Passat Variant geschafft. Für dieses Jahr rechnet VW mit einer deutlichen Produktionssteigerung in Zwickau. Das Chemnitzer Werk legte mit 760 000 gefertigten Motoren und 1,1 Millionen Ausgleichswellengetrieben sogar einen Rekord hin. Insgesamt beschäftigt VW im Freistaat derzeit 10 250 Mitarbeiter, davon 500 in Dresden.