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Immobilienmarkt schießt durch die Decke

Die Umsätze aus Hausverkäufen legen 2013 um 70 Prozent zu. Für die kommenden Jahre wird ein weiterer Boom erwartet.

© dpa

Von Tobias Winzer

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Vom 31. Januar bis 2. Februar findet in Dresden die Reisemesse statt. Specials gibt es in diesem Jahr zu Kanada & Alaska, Camping und "Go east".

Steigende Zuzugszahlen und der sich abzeichnende Wohnungsmangel heizen den Immobilienmarkt in Dresden weiter an. Wie der Immobiliendienstleister Aengevelt gestern mitteilte, wurden mit dem Verkauf von Miethäusern und Wohnanlagen im ersten Halbjahr insgesamt 170 Millionen Euro umgesetzt. Das sind 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Noch auffälliger ist die Entwicklung bei den unbebauten Grundstücken. Hier wurde bereits im ersten Halbjahr 2013 mit rund 96 Millionen Euro so viel Umsatz erzielt wie im gesamten Vorjahr. Etwa die Hälfte der Summe wurde für Grundstücke ausgegeben, auf denen Wohnhäuser gebaut werden sollen. Damit zeichne sich bereits jetzt ein steigendes Neubauvolumen ab 2015 ab, sagt der Dresdner Niederlassungsleiter von Aengevelt, Ullrich Müller. Dadurch wiederum verbessere sich das Angebot für Investitionen im Immobilienmarkt.

Weniger rasant entwickelt sich der Markt für Büros. Den Angaben zufolge wurden bis Ende September rund 50.000 Quadratmeter an Büroflächen neu oder weiter verkauft. Müller rechnet damit, dass bis Jahresende die Marke von 80.000 Quadratmetern erreicht wird. „Das entspricht dem Vorjahresergebnis und dem Fünf-Jahres-Mittel“, sagt Müller. Große Sprünge gibt auch deshalb nicht, weil meistens Flächen unter tausend Quadratmeter verkauft werden.

Wegen der beiden unterschiedlichen Entwicklungen werden nun in Dresden immer mehr unvermietbare Büros zu Wohnungen umgebaut, weil es dafür einen besseren Markt gibt. So wurden beispielsweise in dem ehemaligen Fotopapierwerk an der Hepkestraße Eigentumswohnungen geschaffen.