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Skilift wieder in Betrieb

In Altenberg ist die Abfahrt ab Dienstag mithilfe von Kunstschnee wieder möglich. Von oben soll aber auch noch was kommen.

© Egbert Kamprath

Von Regine Schlesinger

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Der Altenberger Liftbetreiber Frank Mühle hat sofort reagiert. In der Nacht vom Sonntag zum Montag herrschten wieder Minusgrade auf dem Erzgebirgskamm. Frank Mühle setzte umgehend die Schneekanonen am Skihang wieder in Gang, obwohl die Temperaturen gerade so an der Grenze waren fürs künstliche Weiß, wie er sagt.

Doch immerhin kann er ab heute den Skilift von 10 bis 18 Uhr wieder in Betrieb nehmen. Viel zu lange hat der nicht laufen können, weil die Schneedecke nicht reichte und es zu warm war für die Produktion von Kunstschnee. Doch heute und voraussichtlich auch in den nächsten Tagen wird der Lift wieder laufen. „Schnee ist so viel da, wie da ist. Wir geben uns alle Mühe, damit das Skifahren wieder möglich zu machen“, sagt Frank Mühle. Auch der Zauberteppich am Skihang wird wieder angeschaltet. Mit dem Nachtskifahren wird es aber noch nichts, weil Frank Mühle die Zeit nach 18 Uhr auch heute wieder nutzen will, um die Schneedecke mit künstlicher Pracht aufzupolstern.

Die ganze Woche Minusgrade

Somit fällt ab heute der Blick auf den täglichen Wintersportbericht aus Altenberg nicht mehr ganz so trostlos aus wie in den letzten Tagen. Hinter allen Liften von Altenberg bis Schellerhau prangt schon viel zu lange ein dicker roter Punkt. Rot besagt, dass es keinen Liftbetrieb gibt, Grün – der Lift fährt. Hinterm Altenberger Lift steht ab heute wieder ein grüner Punkt. Und Frank Mühle ist zuversichtlich, dass der auch eine ganze Weile da stehenbleiben wird.

Diese Zuversicht sei nicht grundlos, sagt Wetterbeobachter Lars Wagner von der Wetterstation in Zinnwald-Georgenfeld und fügt hinzu, dass es die ganze Woche über bei Minusgraden bleiben soll. Mit bis zu minus sechs Grad kann in Altenberg gerechnet werden. Gestern waren es minus drei Grad. Und Lars Wagner hält noch mehr gute Nachrichten für alle Freunde des Wintersports bereit: Es soll auch wieder schneien. Ab Donnerstag ist mit Schneefall zu rechnen. Der soll auch noch am Freitag anhalten. „Es ist jetzt nicht die große Masse, aber fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee könnten schon zusammenkommen“, sagt der Wetterbeobachter. Das wäre im Vergleich zu den vier, fünf Zentimetern, die jetzt noch liegen, schon ganz beachtlich. „Es sieht dann schon winterlich aus“, meint Lars Wagner.

Langlauf über Maulwurfshügel

Zwar sind im Wintersportbericht auch die Loipen rot markiert, das heißt, momentan nicht befahrbar. Wer will, kann aber trotzdem seine Langlaufski anschnallen und in die Loipe gehen, muss aber mit Einschränkungen rechnen. „Man kommt schon voran, hier und da guckt aber ein Stein oder ein Maulwurfshügel heraus“, schildert der Wetterbeobachter, der selber Skifahrer ist und am letzten Sonntag auf den Brettln unterwegs war. Ein bisschen Neuschnee wäre daher auch für die Langläufer zu begrüßen.

Eher nicht mit weißer Pracht ist dagegen im unteren Kreisgebiet zu rechnen. Die Schneefallgrenze liegt voraussichtlich bei 400 bis 500 Metern, sagt Lars Wagner. Statt sachte als Schnee herabzurieseln, wird der Niederschlag wieder als Regen herunterpladdern – wie schon so oft in diesem Winter.

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