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In den Wäldern gibt es viel zu tun

Die letzten Stürme haben in den Revieren großen Schaden angerichtet. Zum Beispiel in der Massenei und im Hohwald.

© Egbert Kamprath

Von Anja Weber

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Bischofswerda. Noch sind die Waldarbeiter des Forstbezirkes Neustadt mit dem Beseitigen der Schäden von Herbststurm Herwart beschäftigt, schon brachte Orkantief Friederike neuen Ärger. In den letzten Tagen waren die Revierleiter unterwegs, um die Schäden zu begutachten. Und die sind immens. Es sei erneut zu vielen Einzelwürfen und -brüchen sowie teilweise auch zu flächigen Schäden gekommen, sagt Kerstin Rödiger, Pressesprecherin des Staatsbetrieb Sachsenforst in Neustadt. Es seien erhebliche Behinderungen an der Infrastruktur, großflächige Gefahren beim Betreten der Wälder und umfangreiche Störungen der Waldentwicklung durch Baumschäden und Gefährdungen der Waldverjüngung entstanden. Im Bereich des Forstbezirkes Neustadt verursachte das Orkantief Friederike ähnlich große Sturmschäden wie der Herbststurm Herwart.

Insgesamt werden aktuell 30 000 Erntefestmeter neues Schadholz, das sind etwa 40 000 Bäume, im Bereich des Forstbezirkes Neustadt geschätzt. Davon entfallen 24 000 Festmeter auf den Landeswald und 6 000 Festmeter auf den Wald anderer Waldbesitzer. Mit Herbststurm Herwart zusammen sind es damit über 65 000 Erntefestmeter Schadholz, so die Pressesprecherin. Dies entspreche im Landeswald mehr als der Hälfte von dem bei der planmäßigen Waldpflege jährlich anfallenden Holz. Friederike habe besonders das Forstrevier Königstein sowie die nördlichen Reviere Unger, Fischbach, Hohwald und Großröhrsdorf getroffen.

Einzelne Wege bis August gesperrt
Beschädigt wurden besonders die flachwurzelnden Fichten, andere Baumarten nur vereinzelt. Ein Blick auf die Wälder zeigt das ganze Ausmaß. Und das lässt schon erahnen, dass die Beseitigung der Schäden eine ganze Weile andauern wird. Im Staatsbetrieb Sachsenforst rechnet man damit, das die Waldarbeiter bis etwa August damit beschäftigt sein werden.

Diese Arbeiten haben auch Auswirkungen auf diejenigen, die im Wald wandern oder spazieren möchten. „Bis Ende kommender Woche werden auf den großen Waldwegen die meisten Hindernisse durch Baumwürfe oder Baumbrüche beseitigt sein, sodass die Zugänglichkeit für den Beginn der Schadensbeseitigung hergestellt ist“, sagt Kerstin Rödiger. Bis August ist wegen der Sturmholzaufarbeitung im ganzen Bereich des Forstbezirkes mit Hindernissen und örtlichen Sperrungen um die jeweiligen Arbeitsbereiche zu rechnen. Diese müssten unbedingt eingehalten werden, da die Sturmholzaufbereitung ein sehr hohes Sicherheitsrisiko für die Waldarbeiter und erst recht für Besucher, die in diese Gebiete hineingehen, darstellt, informiert der Sachsenforst. Wie bei Holzarbeiten generell, wird auch die Beseitigung der Sturmschäden an den Waldwegen Spuren hinterlassen. Aufgrund der nassen Witterung wird es auf den Wegen sicherlich schlammig. Auch Fahrspuren werden zu sehen sein. Der aufgeweichte Waldboden erschwert das Vorgehen der Waldarbeiter.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst weist darauf hin, dass alle Warnungen zum Betreten der Wälder unbedingt beachtet werden sollten. Die ausgewiesenen Sperrungen seien dringend einzuhalten. Sie dienen der Sicherheit der Waldbesucher und der Absicherung der Waldarbeiter während der Arbeiten zur Sturmholzbeseitigung.