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In der Innenstadt soll Wasser sprudeln

Entlang der Wallstraße entsteht ein neuer Grünzug. Hier ist nun auch Platz für einen Springbrunnen von der Prager Straße.

© plancontext.de

Von Annechristin Bonß und Sandro Rahrisch

In der Innenstadt soll es richtig feucht werden. An gleich zwei Stellen plant die Stadtverwaltung neue Springbrunnen. Sprudeln wird es zum Beispiel am Postplatz hinter dem Kunstwerk „Panzerkette“, ähnlich wie auf der Hauptstraße nahe dem Albertplatz. Das Wasser braust aus einem breiten Balken, fließt über den Boden und versickert dort, so der Plan. Am Dippoldiswalder Platz wird dagegen der alte Schalenbrunnen von der Bildhauerin Leonie Wirth aufgestellt. Der stand bis Anfang der 2000er-Jahre auf der Prager Straße.

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Zwischen Zwinger und Schauspielhaus gibt es auch Pläne für einen Kubus, in dem sächsische Erfindungen sowie Kunst ausgestellt werden.
Zwischen Zwinger und Schauspielhaus gibt es auch Pläne für einen Kubus, in dem sächsische Erfindungen sowie Kunst ausgestellt werden. © plancontext.de
Der Schalenbrunnen Wasserspiel hat bis vor zehn Jahren die Fußgänger auf der Prager Straße erfreut. Nun findet das Werk von Leoni Wirth einen neuen Platz am Dippoldiswalder Platz.
Der Schalenbrunnen Wasserspiel hat bis vor zehn Jahren die Fußgänger auf der Prager Straße erfreut. Nun findet das Werk von Leoni Wirth einen neuen Platz am Dippoldiswalder Platz. © plancontext.de

Die beiden Wasseranlagen sind Teil des neuen Promenadenrings. Im kommenden Jahr beginnt der Bau mit einem Grünstreifen entlang der Marienstraße. Den Plan für eine grüne Oase mit Baumreihen, Flaniermeile und Bänken mitten im Zentrum gibt es schon lange. Das Thema Wasser spielte immer eine Rolle. So war zunächst vorgesehen, ein Wasserband anzulegen, das durch die Grünanlage fließt. Die Spaziergänger gelangen über kleine Brücken auf die andere Seite, so die Idee. Das alles sollte eine Wallanlage symbolisieren und an die alte Festung erinnern. Dieses Vorhaben musste aber wegen der hohen Reinigungs- und Unterhaltskosten gestrichen werden. Und auch die zwei Springbrunnen standen bisher nur auf der Wunschliste – ohne dass die Finanzierung gesichert war.

Nun gibt es eine Lösung. Im Rahmen der Bauarbeiten am Kulturkraftwerk sind Fördermittel übriggeblieben. Das Land hat die Zusage gemacht, dass die drei Millionen Euro an anderen Stellen der Innenstadt genutzt werden können, erklärte Stadtplaner Matthias Flörke-Kempe im Ortsbeirat. Demnach sollen im kommenden Jahr die Arbeiten am Grünzug beginnen. 2019 folgt die Gestaltung am Dippoldiswalder Platz. Dann wird auch der Schalenbrunnen aufgestellt. Im gleichen Jahr bauen die Arbeiter auch die Wasseranlage am südlichen Postplatz. 2020 soll alles fertig sein.

Zudem könnte mit dem neuen Geld ein sogenannter Mobilitätspunkt entstehen. Derzeit wird darüber in den städtischen Gremien diskutiert. Dort könnten Dresdner und Gäste zwischen Leihrädern und Mietwagen wechseln, beziehungsweise von dort aus in die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Am Postplatz ist dafür die Fläche vorgesehen.

Insgesamt will die Stadt über fünf Millionen Euro für die City-Oase ausgeben. Der Altstädter Promenadenring ist ein Dresdner Dauerbrenner: Seit fast 20 Jahren ist die Flaniermeile zwischen Hasenberg, Rathausplatz, Dippoldiswalder Platz, Postplatz und Zwinger geplant – dort, wo zwischen 1546 und 1555 auf der Residenzseite Festungsmauern hochgezogen worden waren. Ab 1809 wurden diese dann geschliffen. Nur der Bereich der Brühlschen Terrasse blieb übrig und ist bis heute begehbar.

Zweireihige Baumalleen mit Spazier- und Rollflächen sollten von Anfang an auch eine Verbindung zwischen dem historischen Zentrum und dem Großen Garten schaffen, welche durch den Pirnaischen Platz getrennt werden. Bisher plante die Stadt dafür auch, die alte Robotron-Kantine abzureißen, um eine Grünfläche zu schaffen. Vorerst bleibt das Gebäude aber stehen, möglicherweise wird es sogar unter Denkmalschutz gestellt. Auch der Rathausvorplatz ist Teil des Promenadenrings. Noch kann er nicht neu gestaltet werden – ein Ende der Rathaussanierung ist nicht absehbar. Die Fläche wurde für die Einheitsfeier im letzten Jahr asphaltiert. (mit SZ/lk)