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Kamenz

Wieder backen in der Klosterbäckerei 

Nach dem Umbau glüht der Backofen in Panschwitz- Kuckau wieder. Das Café öffnet später. Aber der Verkauf in Kamenz schließt.

Die Klosterbäckerei der Werkstatt für behinderte Menschen in Panschwitz-Kuckau startet neu durch, bald auch mit Café.
Die Klosterbäckerei der Werkstatt für behinderte Menschen in Panschwitz-Kuckau startet neu durch, bald auch mit Café. © René Plaul

Panschwitz-Kuckau. Seit rund sieben Monaten wird die Klosterbäckerei der Werkstatt für behinderte Menschen in Panschwitz-Kuckau umgebaut. Damit ist auch die Erweiterung um ein Café verbunden. Das soll zugleich eine Ausbildungsstätte für Menschen mit Behinderungen und inklusiver Begegnungsort werden, erklärt Christoph Mikwauschk, der kaufmännische Leiter des Klosters St. Marienstern.

Im Zuge dessen wurde nun das alte Bäckereigebäude komplett saniert, um sowohl für die Produktion als auch für die Kunden bestmögliche Bedingungen zu schaffen. An diesem Dienstag, dem 26. November, ist es nun soweit: „Backbetrieb und Verkauf laufen langsam wieder an. Der Verkaufsbereich ist zwar erst einmal noch provisorisch und vielleicht werden noch nicht alle Produkte verfügbar sein, aber das Personal der Bäckerei ist mit vollem Einsatz dabei und steht bereits in den Startlöchern“, kündigt der kaufmännische Leiter an.

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Die Eröffnung des Cafés ist für Frühjahr 2020 geplant. Dazu stünden noch einige Abstimmungen und Vorbereitungen auf dem Plan, „damit letztlich alles gut aufeinander abgestimmt ist und sich sowohl unsere Mitarbeiter als auch unsere Kunden wohlfühlen können“, so Mikwauschk.

Leider kann die Verkaufsfiliale in Kamenz nicht mehr aufrechterhalten werden. 
Leider kann die Verkaufsfiliale in Kamenz nicht mehr aufrechterhalten werden.  © Matthias Schumann

Um den Fokus nun ganz auf die Produkte, die Abläufe und die Qualität der Bäckerei im Kloster legen zu können, sei es notwendig, alle Kräfte zu bündeln und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Christoph Mikwauschk: „Denn ein überzeugendes Ergebnis braucht eben Zeit und muss erst einmal langsam wachsen.“ Damit deutet Christoph bereits an, dass es wohl leider einen Wermutstropfen gibt. So haben die Verantwortlichen entschieden, die Filiale in Kamenz auf der Bautzner Straße zum 31. Dezember vorerst nicht mehr weiter zu betreiben – also schließen: „An dieser Stelle sei unseren Mitarbeiterinnen, die mit sehr viel Herzblut und Verlässlichkeit über drei Jahre in der Verkaufsstelle Kamenz gearbeitet haben, herzlich Danke gesagt. Auch bei unseren Kunden bedanken wir uns für ihre Treue.“ Das Bäckerei-Team der Werkstatt für behinderte Menschen St. Michael freue sich nun sehr darauf, bekannte und hoffentlich auch neue Gesichter, in der Klosterbäckerei in Panschwitz-Kuckau begrüßen zu dürfen.

Die Erweiterung der Bäckerei um ein Café ist Baustein eines größeren Projektes. Seit 2017 läuft ein grenzüberschreitendes Kooperationsprojekt mit dem Titel „ERL – Educatio, Repetitio, Labora“. Projektpartner sind die Anstalt für berufliche Aktivierung in Świerzawa in Polen und die Werkstatt für behinderte Menschen St. Michael. Ziel ist die Stärkung der Verbindungen und die Erweiterung der polnisch-deutschen Bildungsangebote für Menschen mit Behinderungen. (SZ)

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