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In der sanierten Schule geht es rund

Nach 18 Jahren ist die Modernisierung geschafft. Jetzt gibt es in der Ebersbacher Andert-Oberschule richtig was zu feiern.

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Von Nadine Franke

Endlich geschafft: Ganze 18 Jahre hat es gedauert, doch endlich konnten die Sanierungsarbeiten in der Andert-Oberschule in Ebersbach-Neugersdorf abgeschlossen werden. Pünktlich zum Oberlandfest. Vor seiner Schicht im Schülercafé freut sich Jannis Lettau aus der 7. Klasse schon auf das Fest. Er sagt: „Ich bin ganz aufgeregt wegen unseres Programms.“

Am Sonnabendnachmittag wird es zum Oberlandfest in der Oberschule offiziell: Die längjährigen Sanierungen sind abgeschlossen. Nur am Zaun muss noch hier und da etwas gemacht werden. Auch die Anhebung des Schulhofs muss doch noch bis zu den nächsten Sommerferien warten. Während der Unterrichtszeit ist es unmöglich, die Arbeit zu verrichten, ohne die Schüler beim Lernen zu stören. „Dass der Schulbetrieb ungehindert weiterlaufen kann, stand für uns immer an erster Stelle“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Thomas Drosky, „ Das war auch der Hauptgrund, dass die Sanierung so viel Zeit in Anspruch genommen haben. Die Hauptbauphasen waren in den Ferien.“

Die Sanierung begann 1998 und hat 2,75 Millionen Euro an Eigenmitteln der Stadt und Fördermittel gekostet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Früher war es ein klassisches Schulgebäude des Typs Dresden - Heute ist die Oberschule modern eingerichtet, leuchtet in bunten Farben und besitzt neue Technik zum Lernen. „Besonders stolz sind wir auf die komplett neu eingerichteten Fachkabinette“, verrät Drosky, „Da können Physik und Chemie gut veranschaulicht werden.“

Was sich alles verändert hat, gibt es während des Festes zu erkunden. Manch ein ehemaliger Schüler wird die alte Schule gar nicht mehr wiedererkennen. Es finden Führungen durch die Schule statt, bei denen Besucher gemeinsam mit den Schülern das Gebäude neu entdecken können. An den Plakaten über den Bauverlauf kann der Fortschritt in den vergangenen 18 Jahren genau verfolgt werden. Da gibt es viele Fotos und vielleicht entdeckt sich der ein oder andere Besucher darauf wieder. Einige Bilder zeigen Kinder, welche Ende der Neunziger noch selbst im Klassenzimmer gemalert haben. Aber der absolute Hingucker ist wohl der Bagger, der mitten im Keller des Schulgebäudes steht, um dort den Fußboden komplett rauszureißen und zu ersetzen. Wer heute durch den schönen Speiseraum oder die Werkstatt geht, kann sich das gar nicht mehr vorstellen.

Offiziell sind die Sanierungsarbeiten nun vorbei, die alte Schule kann in neuem Glanz erstrahlen. Doch Drosky erklärt, dass natürlich nicht plötzlich ein komplett neues Gebäude auf dem Hof steht: „Wir sind glücklich, dass die Schule so saniert wurde. Aber es war ein sehr langer Prozess über mehrere Jahre und da darf man sich über neue Abnutzungserscheinungen nicht wundern. Das gehört zum Schulalltag dazu.“ Da ist die Farbe an den Wänden abgerieben oder die Stühle knarren gelegentlich. Trotzdem besitzt die Andert-Obeschule eine moderne Aufmachung, die nicht an jeder Schule zu finden ist „Alte Klassenzimmer gehören bei uns schon lange der Vergangenheit an. Jeder Raum hat einen Beamer und wir haben sogar interaktive Ta-feln“, erklärt Drosky bei einem Rundgang durch die Schule.

Es gibt gut ausgestattete Räume für die Schülerfirma oder das Schulradio, die Lehrküche lässt keine Wünsche offen und die Bibliothek hat eine Medienecke. Sogar ein Schülercafé ist im Keller zu finden. Es ist in diesen 18 Jahren viel geschehen. Die Schule ist kaum noch wiederzuerkennen. Es gibt auch immer wieder Neuerungen. „Zuletzt wurden die drei Computerkabinette im vergangenen Jahr mit neuer Technik ausgestattet“, sagt Drosky.

Die Entwicklung der Schule werden die Besucher am Sonnabend mit eigenen Augen vor Ort sehen. Die Schulführungen übernehmen die Schüler, doch es gibt auch noch andere Aktivitäten. Es gibt einen Mit-Mach-Pfad in der Schule. Groß und Klein können dabei Neues entdecken und experimentieren. An jeder Station gibt es einen Stempel. Diese sind für die Tombola am Ende des Festes wichtig.

Einen weiteren Höhepunkt verrät Jannis noch: „Wir führen auf der Bühne einen Sketch auf.“ Das ist aber nicht das einzige Bühnenangebot. Schon vor den Sommerferien haben die Kinder geprobt, da war jetzt nur noch der letzte Schliff zu machen und am Samstag können die Talente der Kinder auf der Schulbühne bestaunt werden.